SEMAREC: TU Clausthal erforscht Recycling von Seltenerd-Magneten

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Ausbau von Neodym-Eisen-Bor-Magneten aus Synchronmotoren (Foto: Ernst / TU Clausthal)

Bad Neustadt/Clausthal — Seltene Erden zu wirtschaftlichen Konditionen in einem Recyclingprozess aus NdFeB-Magneten zurückgewinnen: Das wird am Clausthaler Lehrstuhl für Rohstoffaufbereitung und Recycling mit Unterstützung des Bundesforschungsministeriums erforscht. Die Siemens AG unterstützt das Projekt „Seltenerd-Magnet-Recycling”. Der Technologiekonzern setzt vor allem Neodym-Eisen-Bor-Magnete in Synchronmotoren ein, da sie eine hohe Leistung mit relativ geringem Gewicht vereinen.

Das Forschungsprojekt „Seltenerd-Magnet-Recycling” (kurz: Semarec) hat zum Ziel, NdFeB-haltige Stoffströme so aufzubereiten und zusammenzuführen, dass aus ihnen über ein hydrometallurgisches Verfahren ein marktfähiges Seltenerdkonzentrat und weitere Metallkonzentrate gewonnen werden können. Hierzu sollen potenziell geeignete Stoffströme identifiziert und analysiert werden und auf Grundlage der erhaltenen Daten Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung von NdFeB-Konzentraten aus relevanten Stoffströmen entwickelt werden. Um das Projekt zu unterstützen, stellt die Siemens AG dem Clausthaler Lehrstuhl eine größere Menge demontierte Rotoren von Servomotoren sowie komplette Servomotoren aus Industrieanwendungen zur Verfügung. Eingesetzt wurden diese Synchronmotoren zuvor beispielsweise in Produktionsmaschinen oder Robotern.

An den Industriemotoren sollen in einem ersten Schritt manuelle Demontagestudien durchgeführt werden, um das Rückgewinnungspotenzial besser abschätzen zu können und geeignete Ansätze für die mechanische Aufbereitung zu identifizieren. Darauf aufbauend soll ein mechanisches Aufbereitungsverfahren an der TU Clausthal bis in den Technikumsmaßstab entwickelt werden, das anschließend beim Projektpartner, der Electrocycling GmbH in Goslar, im Industriemaßstab getestet werden soll.

Quelle: TU Clausthal