ERFA-KV: BMUB fördert Erkundung von Transportketten und Kombi-Verkehr

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Umschlaganlage (Foto: J. Kroll)

Berlin — Ein neues Mobilitätsprojekt im Güterverkehr soll Unternehmen bei der Umstellung auf den kombinierten Verkehr unterstützen. Um die wirtschaftlichen Vorteile durch ökologischere Transportplanung zu erkunden, setzen die Experten des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik sowie der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr auf die Praxisanalyse, Erfahrungsaustausch und Umsetzung der errechneten Potenziale. „ERFA-KV“ heißt das vom Bundesumweltministerium geförderte Verbundprojekt, das einen weiteren Baustein zur Senkung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor darstellt.

Die Projektpartner bauen in den Regionen Dortmund, Frankfurt und Regensburg gemeinsam mit den örtlichen Industrie- und Handelskammern sogenannte Erfahrungsaustausch-Gruppen mit Unternehmen auf. Hier werden zunächst die vorhandenen Transportmengen, -güter und Verlagerungspotentiale identifiziert. Gleichzeitig werden die ökologischen Auswirkungen einer Transportverlagerung regional diskutiert und bewertet. Im Ergebnis der Gesamtanalysen lernen die beteiligten Unternehmen ihre Potenziale für die Transportverlagerung in ihren Lieferketten kennen, die sie unternehmensintern umsetzen können. Beispiele für Projektmaßnahmen sind unter anderem Bündelungen und Rückladungen.

Zum Abschluss des Projektes wird ein Praxisleitfaden erstellt, der weiteren Unternehmen über die die Möglichkeiten und notwendigen Umsetzungsstufen bei einer Transportverlagerung zum Kombinierten Verkehr (KV) informiert. Das zweieinhalbjährige Projekt „ERFA-KV – Klimaschutz durch Transportverlagerungen auf den Kombinierten Verkehr – Förderung von Erfahrungsaustausch im KV“ wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit rund 500.000 Euro gefördert.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit