2015: Investitionen in Frankreichs Abfallwirtschaft um 9,2 Prozent gesunken

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Eiffelturm (Foto: ©Ralph-Thomas Kühnle / http://www.pixelio.de)

Paris — Die niedrigen Rohstoffpreise sorgen derzeit für schwächere Einnahmen in der französischen Recyclingindustrie. Diese musste 2015 einen Rückgang ihres Umsatzes um 6,6 Prozent auf circa 8,3 Mrd. Euro hinnehmen. Die Investitionen sanken entsprechend um 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Geschäftschancen ergeben sich aktuell vor allem durch die Digitalisierung der Prozesse, meldet Germany Trade & Invest.

Die Menge des eingesammelten recyclingfähigen Materials stieg erheblich von 78,0 Mio. t im Jahr 2014 auf 99,7 Mio. t 2015, was vor allem auf den größeren Umfang erfasster organischer Abfälle zurückzuführen ist. Verantwortlich für das Umsatzminus war vor allem die Rückgewinnung von Metallen, in geringerem Maße das Recycling von Holzprodukten. Rund 39 Mio. t Abfälle wurden 2015 tatsächlich dem Recycling zugeführt, 2,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Wiederverwertung von Verpackungsabfällen organisiert in Frankreich bisher die Organisation Eco-Emballages. Mit der erwarteten Zulassung des Rücknahme- und Verwertungssystems Léko – eine Initiative des Tochterunternehmens Valorie der Kölner Reclay-Gruppe – zum 1.1.18 erhöht sich der Wettbewerb auf diesem Feld.

Im Zuge der erheblich ausgeweiteten Differenzierung und Wiederverwertung von Abfallstoffen hat die Anzahl der Einrichtungen, die mit Entsorgung und Recycling befasst sind, in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die eingeschränkte Gewinnsituation sorgt derzeit aber für eine gewisse Konsolidierung.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest