Bundeskabinett verabschiedet strengere Regeln für die Düngung

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Dünger-Stapler (Foto: ©Dieter Schütz /http://www.pixelio.de)

Berlin — Die vom Bundeskabinett verabschiedete Novelle der Düngeverordnung enthält schärfere Regeln zugunsten des Gewässerschutzes und der Luftreinhaltung. Gemeinsam mit dem angepassten Düngegesetz soll sie im März im Bundesratsplenum verabschiedet werden. Damit setzt Deutschland die EG-Nitratrichtlinie um.

Durch die novellierte Düngeverordnung werden unter anderem die Vorgaben für das Aufbringen von stickstoff- und phosphathaltigen Düngemitteln auf überschwemmten, wassergesättigten, gefrorenen oder schneebedeckten Boden werden präzisiert. Auch verlängern sich grundsätzlich die Zeiträume, in denen keine Düngemittel ausgebracht werden dürfen. Zudem wird eine Sperrzeit für die Aufbringung von Festmist und Kompost festgelegt, die die zuständigen Behörden Beginn/Ende jeweils um bis zu vier Wochen verschieben können.

Die zulässige Stickstoffgabe im Herbst wird beschränkt auf 30 kg Ammoniumstickstoff oder 60 kg Gesamtstickstoff je Hektar. Die Kontrollwerte für die Differenz von Zu- und Abfuhr im Nährstoffvergleich (ab 2020 sind nur noch 50 kg N je Hektar zulässig) werden verringert. Biogasgärreste werden in die 170 kg N/ha Regelung aufgenommen. Des weiteren werden bundeseinheitliche Vorgaben für das Fassungsvermögen von Anlagen zur Lagerung von flüssigen Wirtschaftsdüngern und flüssigen Gärrückständen aus dem Betrieb einer Biogasanlage sowie Festmist, festen Gärrückständen und Kompost eingeführt.

Weitere Details sind unter bmel.de erhältlich.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft