terratec 2017: Spannendes Programm mit internationalen Höhepunkten

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Quelle: terratec / Leipziger Messe

Leipzig — Mit einem attraktiven Portfolio an Präsentationen, Vorträgen namhafter Experten und Fachforen unterstreicht die terratec ihren neu justierten Fokus als Plattform für die Entsorgungs-, Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft. Wenn die terratec vom 05. bis 07. April 2017 in Leipzig ihre Tore öffnet, dürfen sich die Besucher auf zahlreiche thematische Höhepunkte freuen, die ein konzentriertes Messeerlebnis, erstklassige Kontakte und einen hochwertigen Wissenstransfer garantieren.

Für den Besuch vieler Fachprogrammangebote müssen die Teilnehmer noch nicht einmal den Ausstellungsbereich verlassen. Denn die offenen Foren und Kooperationsbörsen finden direkt in der imposanten Glashalle der Leipziger Messe, dem Veranstaltungsort der terratec, statt. Auf diese Weise ist der intensive Dialog zwischen Ausstellern und Besuchern gesichert. Zusätzlich bündeln namhafte Verbände und Institutionen ihre Fachevents auf der terratec und unterstreichen so den Charakter der Veranstaltung als zentraler Branchentreff. Dazu gehören die DGAW, die inwesD, die ITAD, die ISWA, der LVR und der VKU.

Das neue Konzept der terratec spricht auch die Unternehmen der Branche an. Die meisten Aussteller sind in den Hauptangebotsbereichen der terratec tätig, insbesondere in der Abfallentsorgung – von der Sammlung und Beförderung über Aufbereitung, Behandlung und Recycling bis hin zur Deponierung. Dabei konzentriert sich die Reichweite der terratec aber nicht nur auf Deutschland, sondern besitzt dank des Engagements renommierter Partner eine Ausstrahlung weit über die Landesgrenzen hinaus.

Internationale Kooperationen und globales Networking
Deutlich wird dies unter anderem durch die Mitwirkung der ISWA – International Solid Waste Association. Die Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltiges und professionelles Abfallmanagement weltweit zu entwickeln und zu fördern, präsentiert sich mit einem Messestand und bereichert zudem mit gleich drei Beiträgen das Fachprogramm der terratec. Unter dem Titel „Get to know the ISWA Young Professionals Group“ bringt die Organisation junge Fachkräfte aus aller Welt zusammen. Aber auch Berufsanfänger und gestandene Unternehmerpersönlichkeiten kommen miteinander ins Gespräch. In Form eines Speed-Datings vernetzen sich beim Forum „Greenhorn meets Oldtimer“ internationale Teilnehmer der ISWA. Unter der Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Siechau, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtreinigung Hamburg, wägen Führungskräfte von Unternehmen sowie Vertreter von Hochschulen bei der Podiumsdiskussion „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ Möglichkeiten zur Kooperation ab und formulieren Voraussetzungen für eine gewinnbringende Zusammenarbeit.

Als deutscher Vertreter im ISWA-Board unterstützt Siechau die terratec fachlich und partnerschaftlich. „Auf dem Branchentreff terratec ergibt sich die Möglichkeit, Kernfragen der Abfallwirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene miteinander ‚zu verschrauben‘ und Themen wie zum Beispiel Marine Littering, das Ende von Deponien oder den Ausbau der Ressourcenwirtschaft zu diskutieren. Deutschland als weltweiter Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft übt eine Vorbildfunktion für andere Länder aus und möchte seine Erfahrungen im Sinne einer weltweiten Ressourcenschonung teilen. Die Stadtreinigung Hamburg übernimmt hier eine maßgebende Rolle“, erklärt Siechau und ergänzt: „Auch für die ISWA ergeben sich durch die Teilnahme Synergieeffekte, unter anderem durch den Ausbau eines weltweiten Netzwerks und für den Erfahrungsaustausch.“

Seit Jahren ein fester Programmpunkt und eine Erfolgsgeschichte sind die Green Ventures. Deutschlands größte internationale Kooperationsbörse für Umwelt- und Energietechnik wird von der IHK Potsdam mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft 2017 wieder auf der terratec veranstaltet und zieht Teilnehmer aus aller Welt an. Die Börse findet bereits zum 20. Mal in Deutschland statt und brachte bisher über 4.900 Unternehmer aus mehr als 120 Staaten zu bilateralen Kontakten zusammen. Partnerland der diesjährigen Green Ventures ist Japan. Zusätzlich haben sich weitere internationale Delegationen aus verschiedenen Ländern angekündigt. Seminare zu Marktpotenzialen in Frankreich, Ungarn oder Afrika ergänzen das Programmangebot der Green Ventures.

Mehrfachnutzen: Recyclingthemen im Mittelpunkt
Die Wiederaufbereitung beziehungsweise Nutzbarmachung von Abfall steht im Mittelpunkt zahlreicher Forenbeiträge, die die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) auf der terratec gestaltet. Hierbei diskutieren Fachexperten zum Thema „Altfahrzeugrecycling zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. Studienerkenntnisse sowie gesetzliche Vorgaben werden dabei genauso erörtert wie Recycling-Konzepte, die bereits während der Phase des Produktdesigns ansetzen. Die Erfahrungen eines Demontagebetriebes bei dieser Thematik kommen ebenfalls zur Sprache.

Ebenso spannend wird das Fachforum „Recycling von kohlefaserverstärkten Produkten in der Sackgasse?“. Die Teilnehmer beleuchten darin unter anderem die Verantwortlichkeit des Produzenten von Kohlefasern bei deren Entsorgung, nehmen aber auch Forschungsergebnisse zum Recycling von kohlefaserverstärkten Produkten genauer unter die Lupe.

Am letzten Tag der terratec widmet sich die DGAW der Zukunft des mineralischen Recyclings im Hinblick auf die aktuell diskutierte Mantelverordnung. Die Forumsteilnehmer analysieren den momentanen Referentenentwurf und diskutieren dessen mögliche Auswirkungen in der Praxis.

Mitteldeutscher Kreislaufwirtschaftstag im CCL
Am 6. April 2017 steht die terratec ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. Der „Mitteldeutsche Kreislaufwirtschaftstag“ wird erstmals Elemente des Sächsischen Kreislaufwirtschaftstages und des Mitteldeutschen Entsorgungsforums zu einem neuen Fachforum vereinen. Während der eintägigen Veranstaltung wird der Status Quo der Branche in acht Vorträgen beleuchtet. Einige der Schwerpunkte sind aktuelle Entwicklungen in der europäischen und deutschen Kreislaufwirtschaftspolitik, Perspektiven für die private Entsorgungswirtschaft, Systeminnovationen, praktische Fragen zur effektiven Verwertung biogener oder mineralischer Abfälle sowie Best-Practice-Beispiele für ein abfallwirtschaftliches Behördenengineering. Zu den Referenten gehören Dr. Helge Wendenburg vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Peter Kurth vom BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft, Prof. Markus Reuter vom Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie in Freiberg, Michael Heide von der Bundesgütegemeinschaft Recycling-Baustoffe und Dr. Hubert Seier von der DSC GmbH.

Als weiteres wichtiges Thema wird am zweiten Veranstaltungstag im Forum das Thema Deponierung behandelt. Die inwesD – Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber – veranstaltet ihr traditionelles Deponiefrühstück unter der Fragestellung „Deponien – ein Auslaufmodell?“. Im Anschluss stellt der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) das BDI-Diskussionspapier: „Deponieraum als Standortfaktor“ vor.

www.terratec-leipzig.de

Quelle: Leipziger Messe GmbH