Auf der Suche nach Seltenen Erden: Enviree wiederverwertet Bergbauabfälle

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Quelle: Chalmers University of Technology

Berlin — 2015 wurde das Projekt Enviree im Rahmen eines europäischen Programms gestartet. Enviree steht für „ENVIronmentally friendly and efficient methods for extraction of Rare Earth Elements from secondary sources“ – Umweltfreundliche und effiziente Methoden der Gewinnung von Seltenen Erden aus Sekundärquellen. Das Ziel des Projekts besteht in der Förderung der Forschung und Entwicklung von nichtenergetischen Rohstoffen.

Die 17 Emente der Seltenen Erden kommen in geringen Mengen in der Umwelt. Seltene Erden sind für die Wirtschaft von strategischer Bedeutung, da sie über gewünschte Eigenschaften für neue Technologien und Spitzentechnologien verfügen. Aus verschiedenen Gründen – kein Alternativmaterial, kein Recyclingprozess, wenige Hersteller – ist die Verfügbarkeit einiger seltener Elemente mitunter nicht gewährleistet. Infolgedessen unterstützt das Enviree neue ökonomische Verfahrenstechniken, um Mineral- und Metallabfälle zu verarbeiten und zu recyceln.

Zur Auswahl standen 50 Bergbauorte in Europa und Südafrika. Die Wahl fiel auf einen ehemaligen Bergbau von Wolfram in Portugal und einen Goldbergbau in Schweden, bei dem Bergbauabfälle mit großen Mengen des Minerals Monazit anfielen; Monazite selbst enthalten seltene Erden. Nach einer ersten Analyse der Abfälle hat die Organisation für Geologie und Bergbauforschung Experimente und schließlich eine Pilotanlage für eine Tonne Abfälle entwickelt, um die Mineralien durch Flotation oder magnetische Trennung zu konzentrieren, die seltene Erden enthalten. Die Behörde für Atomenergie und alternative Energien führte anschließend die Auswaschung der Minerale durch.

Enviree soll beweisen, dass eine Wiederverwertung von Bergbauabfällen ökonomisch sinnvoll ist, um seltene Erden oder andere wirtschaftlich wichtige Rohstoffe aus ihnen zurückzugewinnen und so die Rohstoffquellen in Europa zu diversifizieren.

Weitere Informationen zum Projekt sind unter enviree.eu erhältlich.

Quelle: Abteilung für Wissenschaft und Technologie – Französische Botschaft