Vollständigkeitserklärungen für 2015: Verpackungsentsorgung hat sich stabilisiert

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Quelle: DIHK

Berlin — Für 2015 haben 3.713 Unternehmen – mehr als je zuvor – mittels einer Vollständigkeitserklärung (VE) nachgewiesen, wie viele Verpackungen sie in Verkehr gebracht haben. Das zeigt die aktuelle Auswertung der 2016 fällig gewordenen VE-Hinterlegungen durch die Organisation der Industrie- und Handelskammern (IHKs), die das VE-Register führt.

Gleichzeitig nahm die Zahl der Betriebe, die sich mit ihren Verpackungen an einem dualen System beteiligt haben, gegenüber 2014 um rund 10 Prozent zu: Entsprechende Verträge hatten 2015 insgesamt 51.231 Unternehmen geschlossen.

Die bei dualen Systemen lizenzierte Verpackungstonnage stieg um rund 9 Prozent – parallel sank erwartungsgemäß die über die sogenannten Branchenlösungen entsorgte Tonnage gegenüber dem Vorjahr drastisch auf nur noch 0,6 Prozent.

Dies belegt nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dass das zentrale Anliegen der 7. Verpackungsnovelle – die Stabilisierung der privatwirtschaftlich organisierten Verpackungsentsorgung – 2015 Wirkung entfaltet hat.

Als besonders erfreulich bewertet der DIHK den erneuten Rückgang der Kosten des VE-Registers: Auf jedes Unternehmen, das sich mit seinen Verpackungen an einem dualen System beteiligt, entfielen 3,87 Euro – ein Beleg dafür, dass das aktuelle Verfahren der Hinterlegung bei den IHKs mit niedrigen Bürokratiekosten verbunden ist.

Das VE-Register ist die zentrale Plattform für die Hinterlegung von Vollständigkeitserklärungen. Unternehmen, deren Verpackungstonnage konkrete Bagatellgrenzen überschreitet, müssen jeweils für das Vorjahr Erklärungen über die von ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen abgeben. Einsicht in diese Erklärungen haben ausschließlich die Abfallbehörden der Länder im Rahmen des Vollzugs der Verpackungsverordnung.

Die VE-Statistik für das Jahr 2015 kann unter dihk.de heruntergeladen werden.

Quelle: DIHK | Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.