Unabsehbare Gebührenrisiken: VERE kritisiert ElektroGGebV als abschreckend

441
Quelle: VERE

Hamburg — Zum Jahresbeginn 2017 ist die neue Elektrogesetz-Gebührenverordnung (ElektroGGebV) in Kraft getreten. Der VERE-Verband hatte die neue Kostenverordnung zuvor gegenüber dem Bundesumweltministerium scharf kritisiert – bei allem Verständnis für die Notwendigkeit einer Gebührenverordnung und die Kostenverteilung auf die Hersteller.

Aus Sicht von VERE sind die Gebührentatbestände zu juristisch formuliert und für Nicht-Fachleute kaum verständlich. Angesichts vieler automatisierter und standardisierter Routine-Prozesse sind die Veränderungen, teilweise im Cent-Bereich und teilweise mit deutlichen Gebührensprüngen um bis zu über 100 Prozentnach oben, nicht nachvollziehbar.

Moderne Unternehmen hinterlegen festgelegte Kosten in ihren Warenwirtschaftssystemen. Auch kleinste Kostenveränderungen durchlaufen dann wieder Abstimmungsprozesse, was zu Unverständnis und unnützem Aufwand der Betroffenen führt. Unabsehbare Gebührenrisiken von 33,70 Euro bis zu über 3.300 Euro zum Beispiel für die Anerkennung von Eigenrücknahmen sind eher abschreckend als ermunternd für ein Engagement der Hersteller im Sinne der Sammelziele.

Insgesamt ist VERE enttäuscht, dass diese und weitere Hinweise im Sinne einer erfolgreichen ElektroG-Umsetzung keinerlei Berücksichtigung gefunden haben. Das ElektroG – so der Verband – sollte nicht an der Gebührenverordnung scheitern. VERE will sich daher weiter für seine Mitglieder für Verbesserungen der ElektroG-Gebührenverordnung einsetzen.

Quelle: VERE – Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten e.V.