IKB: Weltproduktion von Rohstahl, Primär-Aluminium und Minenkupfer leicht gestiegen

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Kupferabbau in Gällivare, Schweden (Foto: Neta623 / Pixabay)

Düsseldorf — Die Weltrohstoffpreise erhöhten sich im Januar 2017 nochmals leicht um 1,2 Prozent. Aufgrund des leicht festeren Euro betrug der Anstieg in Inlandswährung lediglich 0,5 Prozent. Insbesondere metallische Rohstoffe zogen an bzw. stabilisierten sich, meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer aktuellen Rohstoffpreis-Information.

Die Weltrohstahlproduktion legte 2016 um 0,7 Prozent zu. In der EU und in Deutschland – infolge von Neuzustellungen von Hochöfen – war die Produktion rückläufig. Für 2017 sieht die IKB einen leichten Anstieg. Die Schrottpreise zogen im Januar um rund 20 €/t an, die Eisenerzpreise blieben weiter stabil. Kokskohle verbilligte sich um ein Drittel. In Europa zogen die Preise für Lang- und Flachprodukte bis zu 9 Prozent an: Der Anstieg der Vormaterialkosten im Jahr 2016 ist kompensiert. In der Tendenz erhöhen sich die Stahlpreise bis Ende März 2017 nur leicht, einige Güten bewegen sich seitwärts, während verzinkte Produkte um bis zu 5 Prozent steigen. Bei Schrotten sind die Preise aufgrund ausbleibender Exporte in die Türkei rückläufig.

Weltweit stieg die Primäraluminiumproduktion 2016 um 0,5 Prozent. Während China stagnierte, brach die Produktion in Nordamerika um 10 Prozent ein und legte in den übrigen Regionen leicht zu. Für 2017 erwartet die IKB eine Erzeugung von 59 Mio. t, davon 32 Mio. t aus China. Die Lagerbestände an der LME stabilisierten sich bei 2,27 Mio. t, diejenigen der SHFE liegen um 125.000 t. Die investive Nachfrage sank im Januar: Die Anzahl der Handelskontrakte lag um 40 Prozent unter dem Dezemberniveau. Die Primäraluminiumpreise bewegen sich tendenziell bis Ende März 2017 um die Marke von 1.800 US-$ je Tonne mit einem Band von 200 US-$; die Preise von Recyclingaluminium oszillieren um 1.600 US-$ je Tonne.

Die Weltkupferminenproduktion stieg bis Oktober 2016 um 6 Prozent, während die Raffinadeproduktion und der Verbrauch jeweils nur um 3 Prozent zulegten. Im Gesamtjahr 2016 dürfte ein Verbrauchszuwachs von gut 2,5 Prozent erfolgt sein. Es zeichnet sich ein weitgehend balancierter Markt ab; Ausnahmen stellen einige Spezialitäten dar. Die Vorräte an der LME betrugen Ende Januar 2017 rund 260.000 t, diejenigen an der SHFE erhöhten sich auf 213.000 t. Die investive Nachfrage explodierte im Januar: Die Anzahl der Handelskontrakte verdreifachte sich. Inder Tendenz prognostiziert die IKB für die Kupfernotierung bis Ende März 2017 eine Bewegung in einem Band von 400 US-$ um die Marke von 5.800 US-$ je Tonne. Der angekündigte Streik bei Escondida (Chile) kann temporär zu Ausschlägen über 6.000 US-$ führen.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank