Wien auf Spitzenplatz: Sechs Jahre WasteWatcher wirken

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Mülltonnen (Foto: © W.Sickora /http://www.pixelio.de)

Wien — Wien nimmt nicht zufällig im internationalen Ranking unter 221 Großstädten der Welt regelmäßig einen Spitzenplatz ein: zentrales Element dabei ist auch die Sauberkeit. Auch die Wienerinnen und Wiener erteilen dieser regelmäßigen Bestnoten, denn Sauberkeit trägt entscheidend zur Lebensqualität der Menschen bei. Zurückzuführen ist das hohe Niveau in Wien auf das breite Angebot an die Bevölkerung zur ordnungsgemäßen Müllentsorgung und auf die strengen Kontrollen der Sauberkeitsspielregeln: „Wir haben in Wien ein umfassendes Angebot zur ordnungsgemäßen Müllentsorgung getroffen, es gibt keine Ausreden mehr. Und die strengen Kontrollen wirken“, erklärte Umweltstadträtin Ulli Sima bei einem Pressegespräch.

Über 35.000 Amtshandlungen

Seit Februar 2008 kontrollieren die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht die Spielregeln und strafen bei Vergehen. Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es teuer werden. „Die Gelder sind zweckgebunden und werden natürlich für weitere Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet“, betont Ulli Sima. Seit Februar 2008 nahmen die WasteWatcher über 35.000 Amtshandlungen vor. Allein im Jahr 2013 gab es über 4.650 Organstrafen und knapp unter 1.300 Anzeigen gegen Müllsünder. 85 Prozent der WienerInnen halten die WasteWatcher für eine gute Einrichtung.

Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und rund 400 ausgebildete MitarbeiterInnen bei der MA 48 und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in zivil unterwegs. Die WasteWatcher sind zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs, sodass Kontrollen jederzeit möglich sind.

Der Erfolg ist messbar

Minus 74 Prozent illegal abgestellte Kühlgeräte, minus 45 Prozent illegal abgestellte Einkaufswagen, minus 41 Prozent bei illegal abgelagertem Sperrmüll, 31 Prozent weniger Zigaretten-Stummel auf dem Boden und 47.200 gefüllte Hundekotbeutel täglich in Wiens Abfalleimern – der Erfolg der Sauberkeitsmaßnahmen in Wien ist nicht nur sichtbar, sondern auch ganz klar messbar.

Auch wenn die Verunreinigungen bereits seit 2008 deutlich zurückgehen und sich der Großteil der Wienerinnen und Wiener an die Sauberkeitsspielregeln halten, konnten die Ergebnisse im Vergleich zum Jahr 2012 noch weiter getoppt werden, wie die Einzelbilanzen für Kühlgeräte, Sperrmüll, Einkaufswagen, beim Hundekot und bei den Zigarettenstummeln deutlich zeigen.

Kein Grund für Ausreden

Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der alljährlichen wienweiten Putzaktion „Wien räumt auf. Mach mit!“ hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll ständig ausgebaut.

• Es gibt mittlerweilen 2.982 Automaten für Hundekot-Beutel mit „Gratis Sackerl fürs Gackerl“
• 24.000 öffentliche Papierkörbe von der MA 42 und der MA 48 in den Parks und auf den Gehsteigen; davon sind 17.500 mit Aschenbechern ausgestattet
• Zusätzlich gibt es ca. 1.400 freistehende Aschenrohre in Parks und bei anderen hochfrequentierten Plätzen wie bei U-Bahnen oder vor Theatern
• Bei 19 Abfallsammelplätzen können Abfälle jeder Art abgegeben werden.
• Über 200.000 Altstoffsammelbehälter dienen der getrennten Sammlung.
• Das gesamte Angebot der MA 48 ist im Internet am Onlinestadtplan der Stadt Wien abrufbar.
• Zusätzlich gibt es seit November 2012 auch eine eigene 48er-App für Smartphones, wo die Einrichtungen ebenfalls abrufbar sind. Bisher nutzen bereits über 12.600 WienerInnen dieses praktische Service.

 

Quelle: OTS / Stadt Wien