Fest verbaute LED-Leuchten sorgen für mehr Elektroschrott

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Deckenlampen (Foto: terimakasih0 / Pixabay)

Mainz — Immer mehr LED-Leuchten haben festeingebaute Leuchtmittel, so dass bei einem Defekt die komplette Leuchte ausgetauscht werden muss. Bei manchen Möbelhändlern liegt der Anteil der Festeinbauten unter den Deckenleuchten bei 70 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Recherche, bei der das ZDF-Magazin WISO die Online-Angebote der drei größten Möbelhändler Deutschlands gezielt nach festeingebauten LEDs in Deckenleuchten untersucht hat.

Laut WISO setzt nur Marktführer IKEA setzt ganz überwiegend auf wechselbare Leuchtmittel. Möbel Höffner und die XXXL-Gruppe haben dagegen zu einem Großteil Festeinbauten im Sortiment. Bei der XXXL-Gruppe fanden sich unter 1.067 Deckenleuchten 750 mit festeingebauten LED-Lampen.

Verbraucherschützer kritisieren diesen Trend scharf. „Verbraucher haben dadurch immer weniger eine Wahlmöglichkeit und ärgern sich dann hinterher, weil bei einem Defekt letztendlich die komplette Leuchte entsorgt werden muss“, sagt Elke Dünnhoff von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Das sei teuer und produziere Elektroschrott.

Die Hersteller argumentieren, die LEDs müssten wegen des Designs festeingebaut werden. WISO liegen aber mehrere Beispiele von Leuchten vor, die sich äußerlich kaum von bisherigen klassischen Spots oder Deckenleuchten unterscheiden.

Der TV-Beitrag steht unter zdf.de zur Ansicht zur Verfügung.

Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen