ArGeZ-Zulieferforum fordert politische Rahmenbedingungen für Innovationen

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Quelle: Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Berlin — Unter dem Motto „Mobilität von morgen“ befasste sich das 21. Zulieferforum der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie am 31. Januar in Berlin mit Fragen zur Mobilität, Digitalisierung und Produktregulierung. Im Mittelpunkt stand ein Ausblick auf Trends im Bereich der Automobilindustrie.

Von neuen Antriebsformen, über digitales oder autonomes Fahren, bis zu einer immer größeren Bedeutung des Leichtbaus: Die die Zuliefererindustrie steht vor einer Vielzahl von innovativen Entwicklungen. „Beim bevorstehenden technologischen Wandel in der Automobilindustrie sind die Zulieferer wichtiger als je zuvor“, erklärt Christian Vietmeyer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie und Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung.

„Die Industrie braucht eine faire Innovationspartnerschaft zwischen den vorwiegend mittelständischen Zulieferern und den marktmächtigen Abnehmern, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Es bedarf nachhaltiger Zulieferbeziehungen, die auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit beruhen und vom langfristigen Denken geprägt sind. Dabei muss das Know-how des Zulieferers respektiert werden“, betonte Vietmeyer.

Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WVMetalle, die in diesem Jahr turnusgemäß federführend für die Organisation des ArGeZ-Forum verantwortlich ist, betont den immer größeren Einfluss der Politik auf die Zuliefererindustrie: „Das in Europa beschlossene politische Ziel einer Treibhausgasminderung in Höhe von 40 Prozent bis zum Jahr 2030 führt auch im Verkehrsbereich zu steigenden Anforderungen im Bereich der Emissionsreduktion. Um die Mobilität von morgen erfolgreich mitgestalten zu können, benötigt die Zulieferindustrie politische Rahmenbedingungen die auch weiterhin Innovationen und Investitionen ermöglichen.“

Das ArGeZ-Forum hilft durch sein breites Angebot an Fachvorträgen und Diskussionsrunden mit Experten aus der Branche und der Politik bei der Orientierung. In diesem Jahr beschäftigen sich die rund 80 Teilnehmer des Forums mit den Themen Elektromobilität, Rechtsfragen der Digitalisierung und Produktregulierung in den Bereichen Leichtbau und Ressourceneffizienz.

Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle