BDE: ver.di sollte Tarifverhandlungen nicht unnötig belasten

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Quelle: BDE

Berlin — Gemäß jüngsten Äußerungen will ver.di den Flächentarifvertrag in Frage stellen. Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. zeigt sich darüber verwundert.

Laut BDE-Vizepräsident Oliver Gross setzt ver.di die Gespräche unter enormen Druck. „Solche Drohungen belasten die Tarifgespräche ohne Not und erleichtern es nicht, tragfähige Lösungen zu finden. Wir appellieren an ver.di, den konstruktiven Verhandlungsauftakt nicht ohne Not in Frage zu stellen.“

Gross, der zugleich auch Vorsitzender der Tarifkommission des BDE ist, wies darauf hin, dass ver.di der Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde am 23.01. zum ersten Mal die Gewerkschaftsforderungen überhaupt im Detail erläutert habe. Gross: „Wir hatten vereinbart, dass wir den bunten Strauß an Forderungen erst mal mitnehmen und diese ab Februar dann verhandeln. Wir haben den Gesprächsverlauf der 1. Verhandlungsrunde konstruktiv und sachlich wahrgenommen. Es ist schade, dass ver.di noch vor Beginn der eigentlichen inhaltlichen Beratungen jetzt ein Zeitkorsett vorgibt, das im Lichte der Vielzahl der Gewerkschaftsforderungen nicht realistisch ist.“

Nach Aussage von Gross ist der BDE an einem konstruktiven Austausch interessiert. Klar müsse aber sein: „Das Forderungspaket von ver.di ist sehr komplex. Ver.di will das Tarifgefüge grundsätzlich umbauen. Wir werden hier intensiv zu verhandeln haben. Ver.di kann nicht einerseits die gesamte Konstruktion des Entgelttarifvertrages in Frage stellen und gleichzeitig andererseits schon jetzt damit drohen, die Verhandlungen abzubrechen, wenn wir uns im Rahmen der 3. Runde im März noch nicht geeinigt haben sollten.“

Quelle: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.