MaXXcon Saerbeck beantragt Genehmigung für Mono-Klärschlammverbrennung

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Klärschlammtrocknung (Foto: DWA)

Saerbeck / Münster — Die MaXXcon Saerbeck GmbH & Co. KG hat den Antrag auf Bau und Betrieb einer Anlage zur Klärschlammverbrennung im Bioenergiepark der Gemeinde Saerbeck gestellt. Sie soll der energetischen Entsorgung von kommunalem, regionalem Klärschlamm durch Mono-Verbrennung dienen.

Die mit Klärschlamm befeuerte Verbrennungsanlage soll eine Gesamtfeuerungs-Wärmeleistung von 6,8 Megawatt thermisch erzielen. Der Dampferzeuger ist für eine Dauerleistung von 6,4 t/h Heißdampf ausgelegt.

In der Anlage können 60.000 t/a Klärschlamm mit einem Trockensubstanzgehalt von im Mittel 25 Prozent TS verwertet werden. Der Klärschlamm wird in geschlossene Schlammbunker entladen und dort gelagert. Um eine energieautarke Verbrennung in einem Wirbelschichtofen sicherzustellen, wird ein Teil des Klärschlamms zunächst getrocknet. Die zur Trocknung notwendige Energie wird aus einem Dampfkessel, der der Wirbelschicht nachgeschaltet ist, bereitgestellt. Die überschüssige Wärmeleistung des Kessels wird dem geplanten Nahwärmenetz der Gemeinde Saerbeck mit einer Wärmeleistung von 1,0 MW zur Verfügung gestellt werden. Eine Dampfturbine erzeugt ca. 0,5 MW zur Eigenstromversorgung bzw. Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz.

Die beim Trockenen des Klärschlamms entstehenden Brüden sind ammoniakhaltig und werden zur Entstickung der Rauchgase genutzt. Die Anlage arbeitet damit abwasserfrei. Dieses neuartige Verfahren wurde beim Deutschen Patentamt angemeldet.

Zudem wird ein Forschungsvorhaben zur Phosphorrückgewinnung aus den Aschen durchgeführt. Hier sind die RWTH Aachen und die FH Münster-Steinfurt beteiligt.

Quelle: Gemeinde Saerbeck / Bezirksregierung Münster