bvse für Definition von „Siedlungsabfall“ und Beibehaltung einer Output-Schnittstelle

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Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

Bonn — Der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des EU Parlaments wird am 24. Januar über die Revision der Abfall-Richtlinie beraten. Der bvse zeigt sich im Vorfeld der anstehenden Abstimmung des ENVI-Ausschusses in hohem Maße besorgt über bestimmte Änderungsvorschläge.

Die Änderungsvorschläge beeinträchtigen nach Ansicht des bvse – statt das Recycling zu fördern – das Recycling erheblich und machen es in der Praxis unmöglich, belastbare Daten zur Berechnung echter Recyclingquoten zu erheben.

In einem Schreiben an Karl-Heinz Florenz, Mitglied des Europäischen Parlaments und des ENVI – bittet der Verband um Unterstützung für:

  1. eine Definition von „municipal waste“ (Siedlungsabfall), die das Mengenkriterium als einzig neutralen und messbaren Abgrenzungsfaktor zu Abfällen aus anderen Herkunftsbereichen, die bereits heute und auf hohem Niveau recycelt werden, vorsieht;
  2. die Beibehaltung der Output-Schnittstelle eines Abfall-Aufbereitungsvorgangs als dem maßgeblichen Punkt für die Berechnung der Erreichung der Zielvorgaben; dies ist die zuverlässigste Schnittstelle, um aussagekräftige Daten für Recyclingquoten zu sammeln.

Die Haltung von EuRIC hierzu, die der bvse teilt und unterstützt, ist einem kurzen Positionspapier zu finden.

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. repräsentiert in Deutschland über 900 Unternehmen der klein- und mittelständischen Recycling- und Entsorgungswirtschaft. Er vertritt darüber hinaus als Mitglied der European Recycling Industries’ Confederation (EuRIC), Brüssel, die Interessen des nationalen Recyclingsektors auch auf europäischer Ebene.

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.