Hamburgs Umweltsenatorin weiht Big Belly-Solar-Müllbehälter ein

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Aufstellung eines Big Belly in Hamburg (Foto: German Eco Tec / Rochlitz)

Hamburg — Die Stadtreinigung Hamburg stellt 160 Big Belly Solar-Müllbehälter der Firma German EcoTec GmbH in der Innenstadt auf. Zwei Exemplare nahm gestern vormittag Hamburgs Umweltsenatorin Jutta Blankau gemeinsam mit Werner Kehren, Geschäftsführer der Stadtreinigung Hamburg, und Dr. Alexander Rochlitz, Geschäftsführer von German EcoTec, auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz in Empfang. Mit der Anschaffung verfügt die Hansestadt über insgesamt 173 Big Belly Solar-Behälter. Die Geräte werden einen Beitrag zu mehr Sauberkeit und Attraktivität rund um die Alster leisten.   

„Am Big Belly wird deutlich, dass in unserer Stadt Ökologie, Ökonomie und Innovation umgesetzt werden“, sagte Jutta Blankau. Auf Wunsch der Stadtreinigung lieferte die Firma German EcoTec, die in Deutschland exklusive Vertriebsrechte für Big Belly besitzt und innovative Entsorgungslösungen für Kommunen und Unternehmen anbietet, die 160 Systeme in roter Farbe. Damit passen sich die neuen Behälter an die Optik der bisher üblichen Hamburger Papierkörbe an.

Die neuen Geräte heißen Big Belly (Englisch für „dicker Bauch“), weil in ihrem Inneren große Abfallmengen „verdaut“ werden. Eine integrierte Presse verdichtet den eingeworfenen Müll. Im Ergebnis schlucken die Big Bellys sieben Mal mehr Müll als übliche 100-Liter-Behälter. Die für den Pressvorgang notwendige Energie erhält der Big Belly durch eine Solarplatte auf dem Deckel des Geräts.

Daraus ergibt sich ein wichtiger Vorteil: „Die Big Bellys müssen nur noch vier- bis fünfmal pro Woche geleert werden. Herkömmliche Behälter werden bis zu sieben Mal täglich gelehrt“, erklärt Dr. Alexander Rochlitz. Mit den Big Bellys werde die Stadtreinigung das Müllsituation deutlich verbessern, ist sich Werner Kehren sicher. „Trotz hoher Anschaffungskosten ist die Lösung wirtschaftlich vorteilhaft“, ergänzt der Chef der Stadtreinigung Hamburg.

Ein weiteres Plus: Ob die Geräte voll sind, können Mitarbeiter der Stadtreinigung online überwachen. „Die Leerung der Systeme ist somit leicht planbar. Unnötige Fahrten der Müllfahrzeuge werden vermieden, CO2-Ausstoß wird reduziert“, so der Chef von German EcoTec. Auch am Gerät selbst informiert eine Lichtanzeige in ampelfarben über den Befüllungsgrad.

Außerdem sind die Big Bellys, die jeweils 120 Zentimeter hoch sind, ein Gewinn fürs Stadtbild. Überquellende Papierkörbe und Abfallgerüche sind passé. Ungeziefer bleibt fern. Eine Einwurfklappe, die ein Hineingreifen unmöglich macht, sorgt für Sicherheit. In puncto Vandalismus haben sich die Systeme während einer zweijährigen Testphase auf der Reeperbahn als äußerst wiederstandsfähig erwiesen.

Hamburg ist nicht die einzige deutsche Stadt, die von den Vorteilen des Big Bellys profitiert. Unter anderem in Kiel, Bremen, Münster, Recklinghausen und Düsseldorf bewähren sich die Geräte.

Quelle: German Eco Tec