HWWI-Rohstoffpreisindex: NE-Metalle gaben nach, Nickelpreis im Steigen

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Hamburg — Im März ist der HWWI-Rohstoffpreisindex im Vergleich zum Monatsdurchschnitt Februar auf US-Dollar-Basis leicht um 0,5 % und in Euro um 1,7 % gesunken. Damit notiert der Index in US-Dollar auf seinem Stand von vor einem Jahr, wohingegen er in Euro um 6,2 % darunter liegt. Zu dem Rückgang beim Index trugen vor allem Metalle und die Energierohstoffe bei. So verbilligte sich Kohle um 4 % (in Euro: -5,2 %), gleichzeitig sank auch der Unterindex für Eisenerz und Stahlschrott um 7,2 % (in Euro: -8,3 %).

Der Index für NE-Metalle gab im März um 1,4 % (in Euro: -2,5 %) nach und notierte damit um 10 % (in Euro: -15,6 %) niedriger als noch vor einem Jahr. Vor allem der Kupferpreis sank mit 6,8 % (in Euro: -7,9 %) stark. Der Preisrückgang wurde durch Sorgen über die weitere Wirtschaftsentwicklung in China ausgelöst, das rund 40 % des weltweit gehandelten Kupfers nachfragt. Befürchtungen, die Kredit-vergabe könnte sich in China zunehmend erschweren und damit die Bauwirtschaft in dem Land belasten, führten außerdem zu Preisrückgängen beim Eisenerz, das sich um 7,9 % (in Euro: -8,9 %) verbilligte. Eisenerz notierte damit im Monatsdurchschnitt März so niedrig wie seit dem September 2012 nicht mehr.

Gegen den Trend fallender Metallpreise entwickelte sich im letzten Monat Nickel, bei dem der Preis um 10,3 % (in Euro: + 9 %) stieg. Ende 2013 notierte der Nickelpreis noch bei knapp 14.000 US-Dollar (in Euro: rund 10.000); im März stieg der Preis über 16.000 US-Dollar (in Euro: 11.700). Dabei wirkt sich vor allem der seit einigen Wochen laufende Exportstopp Indonesiens aus. Bis dahin war Indonesien der größte Exporteur von Nickelerzen. Der Exportstopp wurde von der indonesischen Regierung mit dem Ziel verhängt, dass das Land stärker an der Weiterverarbeitung des Metalls profitiert. „Handelsbeschränkungen, wie sie hier Indonesien umsetzt, nützen dem Land höchstwahrscheinlich nicht und führen gegebenenfalls sogar zu Gegenmaßnahmen der Handelspartner. Letztlich werden alle verlieren.“, so Prof. Dr. Michael Bräuninger, Forschungsdirektor am HWWI. Beigetragen zu den Preissteigerungen bei Nickel hat zudem auch die Krimkrise, da Russland zu einem der größten Produzenten von raffiniertem Nickel der Welt gehört. So trug auch die Unsicherheit, ob die westlichen Staaten noch weitere Sanktionen gegen Russland verhängen, zu der Erhöhung des Nickelpreises bei.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschafts Institut