Bundespreis Ecodesign 2017 sucht überzeugendes Design statt Wegwerfware

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Logo Bundespreis ecodesign (Quelle: BMUB, UBA)

Dessau-Roßlau — Sammelstationen für Meeresmüll, atmende Fassaden oder bionische Trennwände für Flugzeuge: Der Bundespreis Ecodesign sucht auch 2017 innovative Design-Pioniere und Erfinder nachhaltiger Produkte. Bewerben können sich Unternehmen, Designagenturen, Start-Ups und Studierende mit bereits erstellten Prototypen oder marktreifen Produkten und Dienstleistungen.

Für Bundesumweltministerin Barbara Hendricks lassen sich viele Alltagsprodukte oder Dienstleistungen wesentlich nachhaltiger gestalten. „Das heißt, ein Stuhl, eine Brille oder ein Werkzeug sollte nicht ‚nur‘ ökologischer werden, sondern sich gleichzeitig auch gut nutzen oder tragen lassen. Das ist die Grundmelodie beim Bundespreis Ecodesign. Hier sind alle Designer und Designerinnen eingeladen, sich zu bewerben. Gute Ideen für langlebige, ressourcenschonende Produkte brauchen wir noch jede Menge.“

Eine interdisziplinär besetzte Jury wählt im September die Nominierten und Preisträger aus. Die Vorauswahl trifft ein Expertengremium des UBA und des Projektbeirats. Die Bewertung basiert auf einer Kriterienmatrix, die gemeinsam von BMUB , UBA und dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) entwickelt wurde. Im Fokus steht jeweils der gesamte Lebenszyklus eines Produktes – von der Idee über die Produktion bis zur Frage, wie sich das Produkt recyceln oder entsorgen lässt. Der Bundespreis Ecodesign wird mittlerweile zum 6. Mal ausgelobt und in den vier Kategorien „Produkt“, „Konzept“, „Service“ und „Nachwuchs“ vergeben.

„Das Besondere an diesem Designpreis sind ästhetisch überzeugende Gestaltungsvorschläge für die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Auch in diesem Jahr hoffen wir für möglichst viele Lebensbereiche auf nachhaltig gestaltete Produkte mit langer Lebensdauer, neue Konzepte des Teilens und Tauschens sowie Dienstleistungen, mit denen es beim Wohnen, Einkaufen oder Reisen Freude macht, die Umwelt zu schonen“ erklärt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes.

Die Preisträger und Nominierten werden am 27. November 2017 bei der Preisverleihung im Bundesumweltministerium geehrt und im Folgejahr in einer Wanderausstellung auf Messen sowie in Museen präsentiert. Für Studierende lockt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro pro Preis. Die Ausstellung der Preisträger und Nominierten aus dem Jahr 2016 eröffnet am 20. März 2017 in Ludwigsburg. Begleitend zur Ausstellung finden Workshops und Veranstaltungen statt.

Bewerbung und weitere Informationen zum Wettbewerb und der Ausstellung sind unter
bundespreis-ecodesign.de erhältlich. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 10. April 2017.

Quelle: Umweltbundesamt / Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit