Europäische Kommission und Türkei wollen Wirtschaftskooperation verstärken

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EU Kommission (Foto: Jay79 / pixabay)

Istanbul, Türkei — Die Europäische Kommission will trotz der politischen Spannungen die Wirtschaftsbeziehungen zur Türkei vertiefen und die Zollunion mit Ankara „modernisieren“. Die Verhandlungen zwischen der Europäischen Kommission und der Türkei über den Ausbau der seit 1996 bestehenden Zollunion werden voraussichtlich 2017 beginnen. Von der tieferen Zusammenarbeit versprechen sich sowohl die türkische Regierung und Geschäftswelt wie auch die EU positive Impulse für den Außenhandel und das Wirtschaftswachstum, meldet Germany Trade & Invest.

Mit der Einbeziehung von Dienstleistungen, Agrarprodukten und anderen Bereichen in das Vertragswerk sollen sich neue Kooperationschancen ergeben. Seitens der Kommission wird hervorgehoben, dass die Pläne zum Ausbau der Zollunion unabhängig von der aktuellen Entwicklung zu betrachten seien. Die Türkei bleibe in wirtschaftlicher Hinsicht ein Schlüsselpartner der EU.

Der Außenhandel zwischen der EU und der Türkei durchlief in den vergangenen 20 Jahren eine rasante Entwicklung. Nach Angaben des türkischen Statistikamtes TÜIK erhöhten sich die türkischen Exporte in die EU zwischen 1995 und 2015 um insgesamt 423,2 Prozent auf rund 64,0 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig stiegen die türkischen Importe aus der EU um 336,3 Prozent auf 78,7 Mrd. US-Dollar.

Quelle: GermanyTrade & Invest