Photovoltaikmodule: Reiling beteiligt sich am Forschungsprojekt „EoL-Cycle“

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Quelle: Reiling

Marienfeld — Die Reiling Unternehmensgruppe zählt zu den größten Recycling-Spezialisten in Deutschland und behandelt seit vielen Jahrzehnten werthaltige Abfallstoffe. Eine neue Recycling-Herausforderung für das Unternehmen stellt der stetig zunehmende Rücklauf ausgedienter Photovoltaikmodule dar. Aus diesem Grund beteiligt sich Reiling am Forschungsprojekt „EoL-Cycle“.

Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2018 europaweit bereits ca. 10.000 Tonnen dieser Abfallart anfallen werden; bis zum Jahr 2022 wird ein Anstieg auf 100.000 Jahrestonnen erwartet (bifa-Umweltinstitut). Bei einem Photovoltaikmodul handelt es sich um einen Verbund unterschiedlicher, jedoch fest zusammengefügter Materialien, die aufwändig voneinander getrennt werden müssen, bevor diese schließlich nach weiterer Aufbereitung neuen Anwendungen zurückgeführt werden können. Der Wertstoff Glas stellt die Hauptmasse dieses Materialverbunds dar; daher hat sich die Reiling Glas Recycling GmbH & Co. KG schon sehr frühzeitig mit der Glas-Rückgewinnung aus den Modulabfällen befasst.

Das Glas aus Altmodulen kann durch den bei Reiling entwickelten Aufbereitungsprozess bereits heute nahezu vollständig recycelt werden. Andere werthaltige Stoffe, beispielsweise Edelmetalle und Silizium, gehen jedoch größtenteils bei der thermischen Entsorgung der Recycling-Reststoffe verloren.

In dem im September 2016 gestarteten und vom BMWi mit 1,7 Mio Euro geförderten Forschungsprojekt EoL-Cycle werden neue Verfahren entwickelt, die zukünftig die Rückgewinnung nahezu aller in den Altmodulen enthaltenen Wertstoffe unter Wahrung der Wirtschaftlichkeit ermöglichen sollen. Aber auch die Qualität des recycelten Glases wird sich durch die im Projekt entwickelten Aufbereitungs- und Trennverfahren deutlich erhöhen, so dass dieses dann als Rohstoff für neue und besonders nachhaltige Produktionsprozesse verwendet werden kann.

Kooperationspartner im Projekt EoL-Cycle sind das Fraunhofer CSP in Halle, die Firma Tesoma sowie das Recyclingunternehmen Reiling, verantwortlich für die Koordination und Leitung des Projekts.

Quelle: Reiling Unternehmensgruppe