Oh Tannenbaum – wie wertvoll sind deine Reste!

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Elefanten mögen Weihnachtsbäume (Foto: © Rolf Handke/ http://www.pixelio.de)

Berlin / Wien — Die Feiertage sind vorbei; die Weihnachtsbäume werden aus den heimischen Wohnzimmern geräumt. Schätzungen gehen von 25 Millionen Stück in Deutschland aus. Ein Teil der Bäume geht an Zoos und Tierparks, denn für Zoo-Elefanten sind Weihnachtsbäume eine Delikatesse und werden sogar am Stück verspeist. Allerdings werden hierfür nur die unverkauften Exemplare der Großhändler verwendet – garantiert frei von Lametta und sonstigen Dekorationen. Doch was geschieht mit dem Rest?

„Für die Entsorgungswirtschaft sind Weihnachtsbäume Grüngutabfälle“, sagt Alexander-Georg Rackow, Pressesprecher des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., und erklärt: „Die Bäume werden zunächst gesammelt und vorbehandelt. Danach kommen zwei Entsorgungswege in Betracht: Entweder sie werden kompostiert oder gelangen in die thermische Verwertung. Auf diese Weise werden auch die Bäume, die nicht von Elefanten gefressen werden, sinnvoll verwendet, denn entweder entsteht wertvoller Kompost aus ihnen oder sie werden zur Energieerzeugung eingesetzt.“

In Wien wurden Christbäume nach Weihnachten erstmals 1990 gesammelt; damals standen dort 220 Sammelstellen zur Verfügung – heute sind es 519. Seit den Anfängen wurden bereits über 10.000 Tonnen bzw. über 2,4 Millionen Christbäume abgegeben. Die ausgedienten Weihnachtsbäume werden hier thermisch verwertet und zur Strom- und Fernwärme-Gewinnung genutzt. Im letzten Jahr wurden 685 Tonnen bzw. 157.000 Christbäume an den temporären Sammelstellen abgegeben. Die daraus produzierte Energie (rund 1.700 MWh) reicht aus, um einen Monat lang etwa 960 Haushalte mit Strom und 2.200 Haushalte mit Fernwärme zu versorgen.

Quelle: Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. / APA-OTS