Boot 2017: One Earth – One Ocean präsentiert Konzept gegen ‚Marine Littering‘

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Probelauf der 'Seekuh' (Foto: Frank Brodmerkel, OEOO)

München-Garching / Düsseldorf — Die gemeinnützige Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. ist in diesem Jahr auf der boot 2017, der weltweit größten Wassersportmesse in Düsseldorf, vertreten. Dort präsentiert OEOO auf dem Gemeinschaftstand ‘Love Your Ocean’ seine Strategie der maritimen Sammlung, Analyse und Verwertung von Plastikmüll.

Ende letzten Jahres wurde der 12 x 10 Meter große und knapp sechs Tonnen schwere Spezialkatamaran „Seekuh“, das für den küstennahen Einsatz konzipierte OEOO Müllsammelschiff, aus über 350 Einreichungen für den Bundespreis ecodesign 2016 des Bundesumweltministeriums nominiert.

Nicht ganz so groß ist dagegen der für Binnengewässer gebaute „Seehamster“, der in Düsseldorf auf dem Gemeinschaftstand ‘Love Your Ocean’ zu sehen sein wird. Aber auch dieser kleinste Müllsammelkatamaran arbeitet wie die große Schwester nach dem Prinzip der “maritimen Müllabfuhr”. Entwickelt hat das Konzept Günther Bonin, der Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. Dabei wird Plastikmüll von Spezialschiffen wie der Seekuh aus den Gewässern gefischt und wiederverwertet.

Die Seekuh ist das erste seetaugliche Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff und wurde als Arbeitsschiff DNV/GL-zugelassen (dem TÜV für Schiffe). Neben dem Müllsammeln sind Wasseranalysen an Bord ein weiterer wichtiger Aspekt. Mit der Sammlung und Analyse der Verschmutzungsdaten baut die Organisation eine Meeresmüll-Seekarte auf. Dazu werden Wasserproben auf Mikroplastik hin untersucht. Mit einem mobilen Spektrometer an Bord kann nicht nur der Verschmutzungsgrad durch Mikroplastik gemessen werden, sondern es lassen sich auch die Kunststoffarten analysieren. Im Frühjahr 2017 wird die erste Seekuh ihre Arbeit aufnehmen.

Immer mehr Menschen erkennen in Plastikmüll eines der drängendsten Umweltprobleme der weltweiten Ozeane. “Gerade Wassersportler bemerken die laufende Zunahme der Meeresverschmutzung mit Plastikmüll als erste. Umso mehr sollten all jene besonders daran interessiert sein, Lösungen gegen das drängende Umweltproblem des Plastikmülls und des Marine Littering zu finden und Konzepte wie unsere maritime Müllabfuhr zu unterstützen“, meint Günther Bonin, Gründer und Entrepreneur des Vereins One Earth – One Ocean e.V. „Natürlich können ein paar Seekühe nicht die Welt retten, aber je mehr Menschen sich mit dem Problem auseinandersetzen, umso mehr kommt hoffentlich in Bewegung. Für uns bietet die boot 2017 eine attraktive Plattform, öffentliche Aufmerksamkeit für unser Müllsammelkonzept zu bekommen und Nachahmer und Unterstützer zu gewinnen.“

Mitarbeiter des Vereins werden auf der boot 2017 die Analyse von Wasserproben auf Mikroplastik demonstrieren. Besucher können auch Wasserproben zur Analyse abgeben. Diese werden an Ort und Stelle analysiert (jeweils 21. bis 23.1. und 28. bis 29.1.). Optimal ist dabei eine Menge von etwa 20 Litern mit Angabe der GPS Position sowie des Probenahme Datums. OEOO ist vom 21. bis 29. Januar auf dem Gemeinschaftstand ‘Love Your Ocean’ unter H04/C03 präsent.

Quelle: One Earth – One Ocean e.V.