Heraeus und Hensel kooperieren strategisch zur Aufbereitung von Edelmetallabfällen

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Handschlag (v. l.): Thomas Hensel und André Christl (Foto: Hensel Recycling GmbH)

Hanau — Heraeus und Hensel Recycling GmbH haben einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Aufbereitung von Edelmetallabfällen abgeschlossen. Danach wird Heraeus von Hensel Recycling eingesammelte Edelmetallschrotte recyceln und dafür die zu Hensel gehörende Vino Plasma in Karlstein übernehmen. Vino Plasma betreibt einen der weltweit modernsten Plasmaschmelzöfen zur Rückgewinnung von Platingruppenmetallen – Platin, Palladium, Rhodium-, im Wesentlichen aus Autoabgaskatalysatoren.

„Die getroffene Vereinbarung stärkt die Kernkompetenzen beider Unternehmen. Heraeus sichert sich langfristig den Zugang zu neuen Edelmetallrecyclingströmen und baut durch die neue Plasmatechnologie seine weltweit führende Stellung in der Verarbeitung von Platingruppenmetallen weiter aus“, kommentierte André Christl, Präsident von Heraeus Metal Management.

„Wir freuen uns über die Kooperation mit Heraeus. Hensel Recycling ist heute schon einer der größten Recyclingspezialisten von Automobilkatalysatoren. Wir haben den Schmelzprozess aufgebaut und in den regelmäßigen Recyclingbetrieb überführt. Die industrielle Weiterentwicklung wird Heraeus jetzt zielstrebig vorantreiben. Mit dieser Kooperation erfüllen wir daher eine wichtige Voraussetzung für weiteres Wachstum“, urteilte Clemens Hensel, Miteigentümer der Hensel Recycling GmbH.

Der Plasmaschmelzofen ist auf die Rückgewinnung von Platingruppenmetallen aus Abgaskatalysatoren ausgelegt und ist der einzige diese Art in Kontinentaleuropa. Die Schmelze wird energieeffizient und emissionsarm mit einem elektrischen Plasma betrieben. Der Plasmaschmelzofen dient vor allem zur Aufbereitung der Keramikträger (Monolithe) von Autoabgaskatalysatoren. Diese enthalten in der Regel 2-3 Gramm Platingruppenmetalle pro Kilogramm Keramik. Das keramische Mahlgut wird mittels Plasmaschmelze bei Temperaturen von weit über 1000 °C in Sammlermetall und Schlacke getrennt. Dabei wird das Ausgangsmaterial nahezu vollständig recycelt. Das aufkonzentrierte edelmetallhaltige Sammlermetall wird anschließend innerhalb des Heraeus Edelmetallkreislaufs weiter aufbereitet bis zu den Feinmetallen.

Quelle: Heraeus Holding GmbH