Portugal: Investitionsschub in Trennung und Behandlung von Abfällen

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Villenviertel in Lissabon (Foto: DEZALB/ Pixabay)

Lissabon — In Portugals Entsorgungssektor herrscht durch die lange Krise ein Investitionsstau. Trotz verschiedener Fortschritte gibt es besonders bei der Sortierung von Siedlungsabfällen und der Deponiereduzierung noch viel zu tun. Seit Sommer 2016 werden Projekte im Rahmen des aktuellen EU-Förderrahmens Portugal 2020 bewilligt. Ihre Umsetzung und neue Aufrufe werden die Nachfrage nach Entsorgungstechnik deutlich steigern, ebenso nach Optimierungslösungen für vorhandene Anlagen, meldet Germany Trade & Invest.

Die Investitionen der portugiesischen Kommunen in Infrastrukturen und Ausrüstungen zur Behandlung von Siedlungsabfällen stehen vor einem Trendwechsel. Dank vieler neuer Projekte könnte es 2016, spätestens 2017 auch auf dem Festland, wo das Gros der Investitionen anfällt, merklich aufwärts gehen. Ebenso auf den Azoren, wo es bis jetzt nur vier Deponien gibt, jedoch auf der Insel Sao Miguel ein Abfallbehandlungspark mit Müllverbrennungsanlage geplant ist.

Bei vielen Projekten geht es um getrennte multilaterale Sammelsysteme, Sortiertechnik, verbessertes Recycling, die Vorbereitung und Behandlung von Siedlungsabfällen, Kompostieranlagen, Optimierung und Effizienzsteigerung vorhandener Systeme, neue Einheiten zur mechanischen und biologischen Behandlung (MBA), die Restabfälle in unterschiedliche Fraktionen aufteilt und sie für die weitere Verwertung aufbereitet, aber auch Monitoring-Systeme.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich. 

Quelle: Germany Trade & Invest