BDSV: HBCD-Dämmstoff-Moratorium ist klarer Arbeitsauftrag an die Bundesregierung

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Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV)

Düsseldorf – „Es ist unverkennbar, dass die Flut der Ländererlasse, mit denen die zutage getretene Entsorgungsproblematik abgemildert werden sollte, nicht die hinreichende Rechtssicherheit herbeiführen konnte. Eine bundesweit geltende, eindeutige Regelung hat sich als unabdingbar erwiesen“, kommentierte BDSV Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer Cosson den Bundesrats-Beschluss für eine auf ein Jahr befristete Ausnahmeregelung zugunsten der Nichteinstufung von HBCD als gefährlichem Abfall.

Cosson weiter: „Für mich ist kaum vorstellbar, dass nach Ablauf des einen Jahres der Spuk um die Gefährlichkeit von HBCD von neuem losgehen wird. Die BDSV erwartet, dass die Verantwortlichen die Zeit dafür nutzen werden, eine dauerhaft tragfähige Entsorgungslösung für HBCD ins Werk zu setzen. Die teilweise absurd gesteigerten Verbrennungspreise auf bis zu 6.000 Euro pro Tonne sollten nun alsbald der Vergangenheit angehören und wieder auf Normalmaß sinken.“

Der Bundesrat hat vergangene Woche den Weg dafür geebnet, dass die Bundesregierung in ihrer Kabinettssitzung am 21. Dezember 2016 die Weichen dafür stellen kann, dass die Auseinandersetzungen um die besonderen und kostenintensiven Entsorgungsanforderungen für HBCD vorläufig beendet werden.

Quelle: BDSV Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V.