Re-Use Netzwerk Tirol sammelte 26.000 kg Gebrauchtwaren seit 2013

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Gebrauchtwaren-Sammlung (Foto: ©ATM)

Schwaz, Österrreich — Wiederverwenden statt wegwerfen: Das ist das Motto des EU-Projektes CERREC der Abfallwirtschaft Tirol Mitte und der daraus entstandenen Initiative zum Aufbau eines Re-Use Netzwerks Tirol. Im Zuge der Pilotphase des Re-Use Netzwerks Tirol wurden 2013 bei 29 Sammelaktionen bereits 26.000 kg Gebrauchtwaren gesammelt und der Wiederverwendung zugeführt. Die Pilotaktionen werden von den Tiroler sozialökonomischen Betrieben in Zusammenarbeit mit den regionalen Abfallorganisationen oder Gemeinden durchgeführt.

Hohe Akzeptanz

Das Re-Use Netzwerk Tirol – die Zusammenarbeit von sozialökonomischen Betrieben und Abfallwirtschaft – ist auf großes Interesse bei der Bevölkerung gestossen: Sie beteiligt sich mit wachsender Begeisterung an den Sammelaktionen. 2014 haben weitere sozialökonomische Betriebe das Re-Use Netzwerk gestärkt. Waren bisher die Vereine WAMS und ISSBA, Ho&Ruck und s’Gwandtl beteiligt, sind ab sofort auch Werkbank in Wörgl, Carla in St. Johann sowie Schindel&Holz in Lienz mit dabei.

Viele gute Gründe

Auch dieses Jahr sind viele Tiroler Bürgerinnen und Bürger eingeladen, gut erhaltene gebrauchte Waren bei einer der zahlreichen Sammelaktionen in Tirol abzugeben. Denn Wiederverwendung bringt gleich mehrere sinnvolle Ergebnisse mit sich. Zum einen setzt sie ein Signal gegen steigende Müllmengen; Abfälle werden vermieden, Ressourcen werden geschont. Zum anderen werden durch die Einbindung von sozialökonomischen Betrieben Arbeitsplätze für am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen geschaffen. Darüber hinaus sind die Läden eine beliebte Fundgrube für Schnäppchen. So finden sich beispielsweise gut erhaltene Kleidungsstücke und Kleinartikel in den sozialökonomischen Betrieben wieder, wo sie für einen kleinen Preis verkauft werden. Gesammelt wird dabei auf den Recyclinghöfen der beteiligten Gemeinden sowie in einigen Innsbrucker Wohnanlagen.

Quelle: OTS