Stahlrecyclingwirtschaft fasst wieder Mut – trotz Konkurrenz und Personalmangel

950
Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV)

Düsseldorf — Die BDSV Branchenumfrage 2016 zeigt gegenüber dem Vorjahr eine deutlich gestiegene Zuversicht in die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Während im Jahr 2014 nur 28 Prozent der Stahlrecyclingunternehmen mit einer gleichbleibenden oder verbesserten Geschäftslage rechneten, erwarten nun 82 Prozent der Betriebe für 2017 Gleichstand oder Aufschwung.

Nach einem für die Branche schwierigen Jahr 2015 und einem von weiteren Marktveränderungen geprägten Jahr 2016 blicken die Mitgliedsunternehmen der BDSV wieder optimistischer in die Zukunft. Auf dem „Sorgenbarometer“ festgesetzt haben sich allerdings Wettbewerbsnachteile durch hohe Umweltauflagen. Äußerst kritisch gesehen wird auch die steigende Konkurrenz durch Kommunalbetriebe.

Quelle: Quelle: BDSV Branchenumfrage 2016

82 Prozent der Unternehmen erwarten eine gleiche oder bessere Geschäftslage als in diesem Jahr. Der Prozentsatz der Pesimisten hat sich von 72 auf 45 Prozent verrringert; die Optimisten stellen jetzt 37 anstatt 6 Prozent. Nur 18 Prozent der Befragten gehen von einer Verschlechterung der Situation aus. Mittelfristig planen deutlich mehr Unternehmen höhere Investitionen als in der letzten Umfrage: Statt 5 wollen jetzt 20 Prozent ihre Investitionstätigkeit steigern.

Zu den beunruhigendsten Entwicklungen zählt die Branche Wettbewerbsnachteile durch hohe Umweltauflagen, gefolgt von der Dominanz Chinas auf dem Weltmarkt. Nach wie vor zählt auch Personalmangel zu den Problemen; 71 Prozent der befragten Betriebe stimmten dem zu. Daher plant jetzt ein Drittel der Unternehmen mittelfristig, mehr Personal einzustellen. Nur noch 13 Prozent der Unternehmen denken über einen Personalabbau nach; 2015 waren es noch 33 Prozent.

Quelle: BDSV Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V.