ElektroG: Bußgeld für Rücknahme-Verweigerer; neues take-back-System im Test

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Quelle: take-e-way

Hamburg — Seit dem 25. Juli 2016 müssen stationäre Händler bzw. Onlinehändler mit mehr als 400 qm Elektro-Verkaufs- bzw. Elektroaltgeräte kostenlos zurücknehmen. Auch B2B-Vertreiber sind zur Rücknahme von Kleingeräten aus privaten Haushalten verpflichtet. In der Praxis verläuft die Handelsrücknahme jedoch schleppend, da das ElektroG keine Sanktionen für die Verweigerung der Rücknahme vorsieht. Bußgelder musste bislang nur fürchten, wer Geräte zurücknimmt und vergisst, die Mengen zu melden. Das wird sich ändern.

Das Bundeskabinett hat Anfang November eine Änderung des ElektroG beschlossen, die bis zu 100.000 Euro Bußgeld für sich rechtswidrig verhaltende Vertreiber vorsieht. Laut Bundesumweltministerium sollen der Vollzug dadurch gestärkt und die rechtstreuen Vertreiber vor Trittbrettfahrern geschützt werden. Der neue Bußgeldtatbestand soll ab 1. Juni 2017 in Kraft treten.

Um dem Handel die Altgeräte-Rücknahme zu erleichtern, testen VERE, take-e-way und Tomra in Hamburg ein neuartiges Rücknahmesystem, mit dem Altgeräte, Lampen und Batterien nahezu aufwandsfrei für Einzelhändler zurückgenommen werden können. Leerung, Reinigung, Nachsortierung, Recycling und Mengenmeldungen an die EAR werden von dem System übernommen.

take-e-way sucht daher 10 Hamburger Einzelhändler, die das System 6 Monate kostenlos testen wollen.

Einzel- und Onlinehändlern steht das take-e-back-System zur Verfügung, das von zirka einem Drittel aller zurücknehmenden Vertreiber genutzt wird.

Für Fragen steht das take-e-way Beratungs-Team unter logistik@take-e-way.de oder 040/219010-770 sehr gerne zur Verfügung.

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