64 Prozent des Klärschlamms wurden 2015 verbrannt; stoffliche Nutzung rückläufig

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Klärschlamm-Aufbereitung (Foto: Kroll / Recyclingportal.eu)

Wiesbaden — Im Jahr 2015 wurde deutschlandweit mit mehr als 1,1 Millionen Tonnen (Trockenmasse) der überwiegende Teil des Klärschlamms aus öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen verbrannt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einer Steigerung um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt wurden damit gut 64 Prozent der Gesamtmenge des direkt entsorgten Klärschlamms von rund 1,8 Millionen Tonnen thermisch entsorgt. Von der thermisch entsorgten Klärschlammmenge gingen gut 432.500 Tonnen (38 Prozent) in die Monoverbrennung und knapp 446.900 Tonnen (39 Prozent) in die Mitverbrennung. Für die übrigen knapp 269.300 Tonnen (23 Prozent) liegen keine Informationen über die Art der Verbrennung vor.

Über die vergangenen Jahre zeigte sich ein Trend hin zur thermischen Entsorgung von Klärschlamm. Der entsprechende Anteil stieg von 2012 (55 Prozent) bis 2015 um 9 Prozentpunkte.

Der Anteil des in der Landwirtschaft, beim Landschaftsbau sowie bei sonstiger stofflicher Verwertung verwerteten Klärschlamms verringerte sich von 40 Prozent im Jahr 2014 auf 36 Prozent im Jahr 2015. So wurden noch rund 24 Prozent des Klärschlamms in der Landwirtschaft (428.000 Tonnen) und gut 11 Prozent im Landschaftsbau (190.000 Tonnen) eingesetzt. Die übrigen Mengen wurden einer sonstigen stofflichen Verwertung zugeführt.

Quelle: Statistisches Bundesamt (destatis)