Erneut gewachsen: Aluminium 2016 mit annähernd 25.000 Fachbesuchern

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Messehalle der Aluminium 2016 (Foto: Aluminium 2016)

Düsseldorf — Größer, internationaler, fachlich versierter: Die „Aluminium 2016“ setzte in diesem Jahr erneut Bestmarken in allen Disziplinen. Sechs Prozent mehr Aussteller, zwei Prozent mehr Besucher und ein auf 65 Prozent gestiegener Internationalitätsgrad machen deutlich, dass die Potenziale und Prognosen für leichte Lösungen weiterhin stark wachsen. Fast 1.000 Aussteller aus 58 Nationen und annähernd 25.000 Fachbesucher kamen zur größten Branchenmesse der Welt nach Düsseldorf. „Die Aluminium zählt damit zu den wenigen Industriemessen, die von Veranstaltung zu Veranstaltung kontinuierlich wachsen“, erklärte Hans-Joachim Erbel, CEO der Reed Exhibitions Deutschland, Veranstalter der Aluminium.

Leicht, gleichzeitig fest, korrosionsbeständig und herausragend zu recyceln: Es sind die vier großen Eigenschaften, die dem „weißen Gold“ auch in Zukunft glänzende Aussichten bescheren. Bis ins Jahr 2020 rechnen Experten daher mit einem Anstieg der weltweiten Nachfrage von heute knapp 60 auf dann rund 70 Millionen Tonnen. Bereits heute wird in Europa pro Pkw dreimal mehr Aluminium verbaut als noch vor 20 Jahren – durchschnittlich 140 kg, in den USA sind es sogar 160 kg. Egal ob in der Automobilindustrie, der Luftfahrt oder der Bauwirtschaft: „Mobilität, Leichtbau und Ressourceneffizienz – die globalen Megatrends sind treibende Kräfte für die wachsende Nachfrage nach Aluminium“, betonte Christian Wellner, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie.

60 Prozent rechnen mit Nachfrageanstieg

Der Nachfrageschub war auf der Aluminium spürbar und prägte Stimmung wie Geschäftsverlauf. Das unterstreicht auch die zur Messe repräsentativ erhobene Konjunkturbefragung. Demnach rechnen über 60 Prozent der über 500 befragten Unternehmen mit einem weiteren Anziehen der Nachfrage, 27 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Absatzsituation aus, nur sechs Prozent fürchten, dass sich der Geschäftsverlauf mittelfristig leicht abschwächen könnte.

Als größte Herausforderung sehen derzeit viele Unternehmen hohe Handelsschranken und den Zugang zu Märkten und Rohstoffen. Denn die Globalisierung der Märkte hat auch die Aluminiumindustrie erreicht hat und bringt neue Strukturen in der internationalen Wertschöpfungskette und weltweiten Arbeitsteilung mit sich, wie auch auf der Aluminium deutlich wurde.

Zwei Drittel internationale Aussteller

Inzwischen kommen zwei Drittel der Aussteller – insgesamt 649 Unternehmen – aus dem Ausland zur Aluminium nach Düsseldorf. Die Liste der 58 vertretenen Nationen wird angeführt von Deutschland (354), es folgt Italien als zweitstärkste Ausstellernation (116), danach China (90), die Türkei (67), Spanien (29), die Niederlande gleichauf mit Großbritannien (je 28). Ebenfalls stark vertreten waren die USA (23) und Kanada (22), vor Frankreich, Österreich und der Schweiz (mit je 21 Unternehmen).

Für das französische Unternehmen Constellium beispielsweise haben sich die hohen Erwartungen an die Aluminium 2016 voll erfüllt. Catherine Athenes, Marketing Director bilanziert: „Wir sind mit der Quantität und Qualität der Besucher sehr zufrieden. In Düsseldorf widmen wir uns vor allem dem deutschen Markt. Aber auch aus den USA und Asien haben uns Kunden hier besucht, das ist für uns als internationales Unternehmen auf Wachstumskurs sehr wichtig. Die Aluminium hat für uns den unschlagbaren Vorteil, dass wir alle unsere Geschäftsfelder – Automotive, Aerospace, Industrie und Packaging – gleichwertig darstellen können. Deshalb sind wir 2018 definitiv wieder dabei.“

„Für uns war es eine sehr gute Messe,“ urteilte Derin Akersoy, Marketing Manager der Assan Alüminyum, Türkei. „Wir sind seit der ersten Aluminium als Aussteller dabei und sind auch in diesem Jahr wieder sehr zufrieden. Viele unserer langjährigen Partner und Kunden, aber auch einige potenzielle Neukunden waren hier. Die Aluminium ist für uns eine sehr wichtige Messe, da Westeuropa unser Hauptmarkt ist. Wir werden auch in zwei Jahren wieder dabei sein.“

Funktion als globaler Handelsplatz

„Die Aluminium unterstreicht damit ihre Funktion als globaler Handelsplatz und verzeichnete international Zuwächse“, bilanziert Olaf Freier, Event Director der Aluminium, zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung. Das gilt auch für die Besucher. Hier erreicht die Aluminium mit einem Internationalitätsgrad von 54 Prozent einen Spitzenwert. Bemerkenswert hoch mit 20 Prozent ist der Anteil der Auslandsbesucher, die aus Übersee kommen. „Ein Maßstab für die weltweite Relevanz der Aluminium“, kommentiert Olaf Freier.

Die nächste Aluminium, 12. Weltmesse und Kongress, findet vom 9. bis 11. Oktober 2018 in Düsseldorf statt.

Quelle: Reed Exhibitions Deutschland GmbH