FORAM: Plattform für globale strategische Kooperation im Rohstoffbereich am Start

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Tagebau in Indien (Foto: Ronile / Pixxabay)

Clausthal — FORAM will in der bislang weltweit größten Allianz von Partnern aus allen Kontinenten sowie UN-Organisationen eine intensive internationale Kooperation im Bereich der Rohstoffpolitik entwickeln und Strukturen für Entscheidungsprozesse schaffen. Dies ist gerade vor dem Hintergrund erheblicher Verwerfungen in den letzten Jahren von erheblicher Bedeutung für eine langfristige globale Sicherung von Rohstoffversorgung und Ressourceneffizienz. Ein Expertennetzwerk aus allen Rohstoffsektoren wird in den nächsten Monaten hierfür die Grundlagen legen.

Die Koordinierung des FORAM-Konsortiums hat die in der Schweiz angesiedelte World Resources Forum Association übernommen. Elf führende Organisationen erarbeiten als Kernpartner eine gemeinsame strategische Ausrichtung und bereiten die notwendigen Strukturen für deren Umsetzung vor. Hierzu zählen die United Nations University, die Europäischen Verbände der geologischen Forschungsanstalten und Geologen, der geologische Dienst von Kolumbien, das Gondwana-Center aus Mozambique, der Entwicklungsfonds Seltene Metalle Schweiz, das La Palma Research Center für Zukunftsstudien in Spanien und die Universität Leiden in den Niederlanden.

Drei deutsche Partner komplettieren das Kernkonsortium: Die BGR/DERA (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe/Deutsche Rohstoffagentur) engagiert sich im Verbund der Europäischen geologischen Dienste im Primärrohstoffbereich. Die TU Clausthal, vertreten durch den Lehrstuhl für Rohstoffaufbereitung und Recycling des Instituts für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik, kümmert sich weltweit um den Bereich Recycling. Die Universität Kassel bearbeitet in Kooperation mit dem Wuppertal Institut das Feld der nachhaltigen Ressourcennutzung. Dieses Kernteam wir durch weitere 40 Organisationen aus allen Kontinenten unterstützt.

Die TU Clausthal wird ihre Kompetenzen und Netzwerke einbringen, insbesondere die des Forschungsschwerpunktes Rohstoffsicherung und Ressourceneffizienz der TU, der regionalen Cluster Rewimet und Recyclingregion Harz, des gemeinsamen deutschen Netzwerkes GERRI German Resource Research Institute und der Europäischen Initiative KIC EIT Raw Materials.

Quelle: idw / Technische Universität Clausthal