Nachhaltigkeits-Preis 2016: Kunststoff-Branche trägt zur Ressourceneffizienz bei

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ergobag-Schulranzen (Foto: Fond of Bags GmbH)

Frankfurt/Main — Rund 1.200 Gäste feierten kürzlich die Verleihung des deutschen Nachhaltigkeitspreises in Düsseldorf. Zum mittlerweile neunten Mal wurden in fünf Wettbewerben vorbildliche Nachhaltigkeitsleistungen aus Wirtschaft, Forschung und von Kommunen prämiert. Den Preis für das nachhaltigste mittelständische Unternehmen ging in diesem Jahr an die Fond of Bags GmbH für die Schulranzen ‚ergobag‘ und Evonik für seine thermoelektrischen Generatoren.

Die Textilmaterialien des ergobag bestehen zu 100 Prozent aus recycelten PET-Flaschen. Ziel des Unternehmens ist es, Kunststoffabfällen ein zweites Leben zu geben. Laut Hersteller haben durch diese Produktionsweise bis heute etwa 24 Millionen Kunststoff-Flaschen ihre Wiederverwendung in Schulranzen gefunden. Dazu kommt, dass der Ranzen auch ergonomisch vorteilhaft ist, mit einem tollen Aussehen punktet und durch zahlreiche Reflektoren große Sicherheit „ausstrahlt“, wie die Jury befand.

Ein weiterer Preisträger des diesjährigen Nachhaltigkeitspreises ist der Chemie- und Kunststoffkonzern Evonik. Das Unternehmen hat die Produktion von thermoelektrischen Generatoren verbessert, so dass überschüssige Abwärme kostengünstiger in Strom umgewandelt werden kann.Bei Kraftfahrzeugen können solche Generatoren helfen, die Lichtmaschine zu entlasten und den Kraftstoffverbrauch zu senken, während in einigen Industriebranchen so die Strahlungswärme von Halbzeugen oder die Abwärme von gasbetriebenen Öfen genutzt werden kann. Und auch ein Kunststoffunternehmen aus Langenfeld (Nordrhein-Westfalen) gehörte zur Spitzengruppe in der Nachhaltigkeitskategorie KMU.

Das Fazit aus Kunststoffsicht: Die diesjährige Preisverleihung zeigte eindrucksvoll, dass sowohl der Werkstoff wie auch Unternehmen der Kunststoffbranche wichtige Beiträge zu Ressourceneffizienz und Umweltschutz liefern.

Quelle: PlasticsEurope