Neue Richtlinie VDI 4630 zur Optimierung von Vergärungsversuchen in Biogasanlagen

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Biogas-Anlage (Foto: Kroll / Recyclingportal.eu)

Düsseldorf — Die Produktion und Nutzung von Biogas hat in den vergangenen Jahren infolge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) deutlich zugenommen. Bei der Auslegung und der betrieblichen Optimierung von Biogasanlagen werden allgemein die Betriebsergebnisse aus entsprechenden Gär- und anderen Versuchen herangezogen. Die neue Richtlinie VDI 4630 stellt jetzt einheitliche Regeln und Vorgaben für die Praxis von Vergärungsversuchen bereit und ermöglicht, Versuchsergebnisse zu vergleichen. Ziel ist es, die weitere Marktausdehnung der Biogasproduktion und – nutzung zu unterstützen.

VDI 4630 vermittelt Regeln zur Beurteilung der Vergärbarkeit von organischen Stoffen und der notwendigen Ausrüstung der entsprechenden Versuchsanordnungen. Die Richtlinie definiert dazu wesentliche Begriffe. Darüber hinaus gibt das neue Werk Hinweise zur Charakterisierung der Substrate und macht Vorgaben, wie bestimmte kennzeichnende Größen nach dem aktuellen Stand der Technik jeweils zu messen sind, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. VDI 4630 zeigt zudem, wie aus unterschiedlichen Stoffströmen eine repräsentative Probe genommen werden sollte.

Herausgeber der Richtlinie VDI 4630 „Vergärung organischer Stoffe; Substratcharakterisierung, Probenahme, Stoffdatenerhebung, Gärversuche“ ist die VDI- Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU). Die Richtlinie ist ab sofort zum Preis von € 236,90 beim Beuth Verlag (+49 30 2601-2260) erhältlich. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil bei allen VDI-Richtlinien. Weitere Informationen sind unter vdi.de/4630 erhältlich.

Quelle: VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.