Neuer Abfallwirtschaftsplan für Sachsen:„Abfälle als Ressourcen nutzen“

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Titelblatt des neuen sächsischen Abfallwirtschaftsplans (Quelle: Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft)

Dresden — Das Kabinett hat gestern in Dresden den sächsischen Abfallwirtschaftsplan beschlossen. „Ich bin sehr zufrieden, denn mit der Fortschreibung des Abfallwirtschaftsplans werden die Rahmenbedingungen für die Bewirtschaftung von Abfällen für den Freistaat Sachsen bis zum Jahr 2025 aufgezeigt“, erklärte Umweltminister Thomas Schmidt.

„Die besten Abfälle sind die, die gar nicht erst entstehen. Abfallvermeidung ist deshalb unser vorrangigstes Ziel. Nicht vermeidbare Abfälle müssen wir jedoch als Ressourcen nutzen“, betonte Schmidt. Ein besonderer Schwerpunkt im Planungszeitraum ist daher die bessere Erfassung und Verwertung von Bioabfällen. Verstärkt werden soll insbesondere die haushaltnahe Erfassung von Bioabfällen durch die Biotonne und die hochwertige Verwertung von Bioabfällen beispielsweise durch die Erzeugung von Biogas in Vergärungsanlagen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 im Landesdurchschnitt pro Einwohner durch Maßnahmen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger eine Sammelmenge von 100 Kilogramm Bioabfall pro Jahr zu erreichen. Das bedeutet gegenüber dem Ergebnis von 2015 eine Steigerung um 32 Kilogramm Bioabfälle je Einwohner, die erfasst und verwertet werden.

Der Abfallwirtschaftsplan führt weiterhin alle zugelassenen Abfallbeseitigungsanlagen, Deponien sowie Anlagen zur Verwertung von gemischten Abfällen aus Haushalten auf. Angaben über die Höhe der Gebühren enthält der Abfallwirtschaftsplan nicht. Das jährliche Aufkommen an Abfällen aus privaten Haushalten und Kleingewerbe wird bis 2025 prognostisch bei knapp 1,5 Millionen Tonnen und das Aufkommen an gefährlichen Abfällen zwischen 700.000 und 800.000 Tonnen liegen, die ordnungsgemäß entsorgt werden.

Der neue fortgeschriebene Abfallwirtschaftsplan kann unter publikationen.sachsen.de heruntergeladen werden.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei