A|U|F: Aluminium-Recyclinginitiative sieht sich auf Erfolgskurs

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(Quelle: A|U|F e.V. )

Frankfurt — „Wir haben bisher viel erreicht, aber noch einen weiten Weg vor uns“, lautete das Fazit von Walter Lonsinger, Vorsitzender der Aluminium-Recyclinginitiative A|U|F e.V., bei der 6. Mitgliederversammlung Ende Oktober in Dormagen. Aktuell hat die A|U|F, die sich der umweltgerechten, energie-effizienten und ressourcenschonenden Wiederverwertung von Fenstern, Türen und Fassaden aus Aluminium widmet, 179 Mitgliedsunternehmen – eine Zahl, die im vergangenen Jahr nur leicht gestiegen ist.

Folgerichtig werden die Gewinnung weiterer Mitglieder, die Steigerung der Volumina und die Verbesserung der Abläufe beim Sammeln der Aluminiumschrotte Schwerpunkte im neuen Jahr sein. Neben der Vorstellung des Jahresberichtes und der Ziele für 2017 wurden mit Uwe Weinzierl (Sapa Building Systems) und Valentin Brenner (Drees & Sommer) zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt.

27.000 Tonnen Aluminiumschrotte rückgeführt

„Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg: Mit einem geschlossenen Wertstoffkreislauf für Aluminium aus Bauanwendungen – Fenster, Türen, Fassaden – liefern wir zu den technischen Qualitäten des Materials auch die ökologische Grundlage für künftige Bauvorhaben“, resümierte Walter Lonsinger. „A|U|F hat im Jahr 2015 insgesamt 27.000 Tonnen Aluminiumschrotte aus der Fertigung von Bauelementen und insbesondere durch die Rücknahme von ausgebauten Fassadenelementen wieder dem Materialkreislauf zugeführt“, erläuterte er. Das sind etwa 30 Prozent der in diesem Bereich anfallenden Schrotte. „Das ist erfreulich, zeigt aber, dass wir noch Luft nach oben haben“, so Lonsinger weiter.

Für das Jahr 2016 deutete der Vereinsvorsitzende einen geringen Rückgang des nachgewiesenen Schrottvolumens an. Er appellierte an die Partner und Mitglieder, alle anfallenden Schrott-Mengen über A|U|F zertifizieren zu lassen. Nur so ließen sich die Ziele der Initiative auch realisieren. „Wer den Kreislauf nicht bedient, soll auch keine Vorteile von einer Mitgliedschaft haben“, so Walter Lonsinger.

Zu den Mitgliedern der Recycling-Initiative zählen unter anderem 135 Verarbeiter und zehn Systemhäuser. Die A|U|F verfügt über sieben zertifizierte Umwelt-/Recyclingpartner, die mit ihren Niederlassungen und mehreren autorisierten Schrottunternehmen flächendeckend rund 230 Sammelstellen in Deutschland betreiben. Zudem sind sie berechtigt, lokale Recycling-Unternehmen in das Sammelsystem einzubinden unter der Voraussetzung, dass alle anfallenden Schrottmengen erfasst und gemeldet werden. „Die Politik fordert zunehmend den Nachweis geschlossener Wertstoffkreisläufe, um gegebene Versprechen auch einzuhalten“, so Lonsinger.

Dialog mit Bundestagsabgeordneten fortsetzen

Für 2017 kündigte Walter Lonsinger zahlreiche Aktivitäten des A|U|F an. „Auf der BAU 2017 vom 16. bis 21. Januar in München werden wir Gespräche mit Herstellern und Verarbeitern führen, um die Initiative weiter publik zu machen.“ Zudem werde der persönliche Dialog mit Bundestagsabgeordneten fortgesetzt: „Für unsere Mitgliedsunternehmen bieten die Gespräche mit den Politikern hervorragende Möglichkeiten, ihre Tätigkeiten vorzustellen und Standortfragen zu erörtern“, so Lonsinger.

Ferner plant A|U|F die Neuerstellung einer Studie zur „Ermittlung der Abfallmengen- und Recyclingszenarios in Deutschland für Aluminiumprofile 2016“. Selbstverständlich bleiben die Gewinnung neuer Mitglieder, die Steigerung der Schrottmengen und die Verbesserung der Abläufe beim Sammeln von Aluminiumschrotten auch weiterhin im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Quelle: A|U|F e.V.