Meister in der Abfallvermeidung: DUH zeichnet 1. FC Union Berlin aus

584
Foto: DUH

Berlin — Als Spitzenreiter der 1. und 2. Bundesliga beim Abfallmanagement hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den 1. FC Union Berlin anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung ausgezeichnet. Grundlage ist das Ergebnis der diesjährigen Umfrage der DUH zum Abfallmanagement unter den 36 Erst- und Zweitligisten. Durch den ausschließlichen Einsatz von Mehrwegbechern, der Wurst im Brot sowie Senf- und Ketchup-Großbehältern werden bei Union jährlich hunderttausende Wegwerfbecher, Pappteller und Plastikgabeln eingespart. Dafür wurde der Berliner Zweitligist am 20. November 2016 im Stadion An der Alten Försterei geehrt.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung als Verein mit dem besten Abfallmanagement der 1. und 2. Bundesliga. Es sollte grundsätzlich unser aller Interesse sein, unnötige Abfälle zu vermeiden und das Stadionumfeld sauber zu halten. Mit wiederbefüllbaren Mehrwegbechern und der Wurst im Brot ist es auch ganz leicht möglich, der Verantwortung zum Schutz der Umwelt Rechnung zu tragen“, sagt Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation beim 1. FC Union Berlin.

Die Bundesligisten Borussia Dortmund und Bayern München sind die größten Umweltsünder. Während der ersten elf Spieltage der aktuellen Saison verursachten die beiden Vereine einen Abfallberg von mehr als 1,4 Millionen Plastikbechern (alle Ergebnisse unter duh.de). Die DUH fordert den verpflichtenden Einsatz von Mehrwegbechern in allen Stadien der Fußball-Bundesliga sowie verbindliche Standards für ein umweltfreundliches Abfallmanagement.

„Der 1. FC Union Berlin setzt das Konzept der Abfallvermeidung am konsequentesten um und ist ein leuchtendes Vorbild für die Fußball-Bundesliga. Weniger als die Hälfte der Erst- und Zweitligisten setzen beim Getränkeausschank auf wiederbefüllbare und umweltfreundliche Mehrwegbecher. Der Mehrzahl der Clubs geht es leider nicht mehr um den Umweltschutz. Das Ergebnis ist eine Abfallflut aus jährlich elf Millionen Plastikbechern in der Bundesliga,“ kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Auch Fußball-Bundesligisten sollten ihren Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe des Umweltschutzes leisten. Wie beim Green-Goal-Konzept während der Fußball-Weltmeisterschaften 2006 und 2011 in Deutschland müssten Mehrwegbecher verpflichtend eingesetzt werden. Die Bundesligavereine sollten hierzu im Ligaverband einen Beschluss fassen.

„Millionen Einwegbecher, Pappteller, Plastikgabeln oder Einzelverpackungen für Ketchup werden an jedem Bundesligaspieltag verbraucht. Wiederbefüllbare Mehrwegbecher, die Wurst im Brot, Serviettenspender sowie Großbehälter für Senf und Ketchup sind die richtige Antwort zur Lösung des Abfallproblems. Union macht beispielhaft vor, wie es geht“, lobt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer bei der Auszeichnung des Vereins.

Die aktuelle Bundesliga-Tabelle zum Mehrweg-Becher-Einsatz steht unter duh.de.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)