Dosen: Auch ohne Pfandregelung würden 63 Prozent sie zum Recyceln zurückgeben

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Quelle: BCME / Forum Getränkedose

Düsseldorf — Im Jahr 2003 wurde das Pfand für Einwegverpackungen eingeführt. Und vor genau einem Jahrzehnt folgte dann das bundesweit einheitliche Rücknahmesystem. Die vereinfachte Rücknahme der Getränkedosen kommt beim Verbraucher seitdem bestens an. Dabei würden fast zwei Drittel (63 Prozent) der Deutschen die Dose auch ohne Pfandregelung zum Recyceln zurückgeben, damit das Material wiederverwertet werden kann. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag von BCME, dem europäischen Verband der Getränkedosenhersteller.

Immerhin 12 Prozent der Befragten geben vor, die Getränkedosen vielleicht zur Wiederverwertung zurückgeben zu wollen. 16 Prozent würden bestimmt oder wahrscheinlich davon absehen. „Dass fast zwei Drittel der Deutschen auch ohne Pfandregelung so handeln würden, ist Beleg für ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein hierzulande. Deutschland ist ein echtes Recycling-Land“, resümiert Welf Jung, Sprecher von BCME Deutschland. Das große Plus der Getränkedose: Sie kann vollständig und immer wieder recycelt werden. Jede Dose, die zurückgegeben wird, erscheint wieder – sei es als Dose, Laptop, Fahrrad oder ein anderes werthaltiges Produkt.

Dabei schätzt ein Großteil der deutschen Verbraucher – so ein weiteres Ergebnis der Studie – die Rückgabe- und somit Recyclingquote der Getränkedose falsch ein. Dass heute 98 von 100 Dosen in den Wiederverwertungskreislauf kommen, wissen nur vier Prozent der Deutschen. Mehr als jeder zweite Befragte (59 Prozent) geht davon aus, dass weniger als 60 von 100 Dosen deutschlandweit in den Recyclingprozess gelangen.

Quelle: BCME – Beverage Can Makers Europe