IKB: Preisanstieg vor allem von bei den metallischen Rohstoffen

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Stahlschrott (Foto: Marc Weigert)

Düsseldorf — Die Weltrohstoffpreise legten im Oktober 2016 um 9,5 Prozent zu. Aufgrund der Abwertung des Euro zum US-Dollar war in Inlandswährung sogar ein Anstieg um 11,4 Prozent zu verzeichnen. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von den metallischen Rohstoffen. Bei den Stahlrohstoffen stieg nicht nur der Eisenerzpreis auf den Weltmärkten, sondern auch die Kokskohle kann seit den Sommermonaten einen starken Aufwärtstrend verzeichnen, meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Infolge eines kräftigen Anstiegs in den Sommermonaten liegt die Weltproduktion von Rohstahl Ende September 2016 nur noch um 0,5 Prozent unter Vorjahresniveau; im Gesamtjahr dürfte eine Seitwärtsbewegung erfolgen. Auch in Deutschland und der EU ist mit eier leicht rückläufigen Produktion zu rechnen. Die Schrottpreise gaben im Oktober um rund 10 € pro Tonne nach. Dagegen notierten die Eisenerzpreise im Durchschnitt des Septembers um über 2 US-$ pro Tonne höher. Das Altschrottaufkommen fiel niedriger aus. In Europa zogen die Preise für Flachprodukte weiter an, Walzdraht gab zuletzt leicht nach. Die stark gestiegenen Kokskohlepreise sowie die Importzölle dürften als Preistreiber fungieren. In der Tendenz zeigt sich bis Ende 2016 ein Stahlpreisanstieg um bis zu 7 Prozent, bei Schrotten eine leichte Belebung.

Die weltweite Primäraluminium-Produktion lag Ende September 2016 noch um 0,7 Prozent unter Vorjahr, hat aber den schwachen Jahresstart weitgehend kompensiert. Für 2016 sieht die IKB einen Anstieg auf bis zu 59 Mio. t, davon 31,5 Mio. t aus China. In Amerika sinkt die Produktion deutlich. Die Lagerbestände an der LME verliefen im September seitwärts um 2,1 Mio. t, diejenigen der SHFE um 85.000 t. Die investive Nachfrage zog im September stark an: Die Anzahl der Handelskontrakte stieg um 44 Prozent gegenüber dem Septemberniveau. In der Tendenz bewegen sich die Primäraluminiumpreise bis Ende 2016 um die Marke von 1.750 US-$ je Tonne mit einem Band von 150 US-$; die Preise von Recyclingaluminium oszillieren um 1.600 US-$ pro Tonne.

Die Weltkupferminenproduktion zog bis Ende Juli 2016 um 5 Prozent an. Die Kapazitätsauslastung dieser Kupferminen lag bei knapp 85 Prozent. Die Raffinadeproduktion legte nur um 2,8 Prozent zu, während der Verbrauch um 4 Prozent anstieg. Im Gesamtjahr 2016 sollte ein Zuwachs von gut 2,5 Prozent erfolgen; daher zeichnet sich ein Angebotsdefizit von rund 250.000 t ab. Die Vorräte an der LME gingen weiter auf rund 370.000 t zurück; diejenigen an der SHFE reduzierten sich auf gut 100.000 t. Die investive Nachfrage nahm im September zu: Die Anzahl der Handelskontrakte stieg um über 40 Prozent. In der Tendenz prognostiziert die IKB die Kupfernotierung in den nächsten zwei Monaten in einem Band von 750 US-$ um die Marke von 5.500 US-$ je Tonne.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank