RETech-Konferenz: Impulse für eine moderne Kreislaufwirtschaft in Mega Cities

476
Tokio (Foto: Pixabay)

Berlin — Die separate Erfassung und Sammlung von Wertstoffen steht im Mittelpunkt der zweitägigen RETech-Konferenz „Nachhaltige Entsorgungs- und Recyclingkonzepte in Mega Cities“ in Berlin, die gestern begann. Die Veranstaltung will Impulse für eine nachhaltige Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Mega Cities geben sowie die Chancen und Herausforderungen für die beteiligten Akteure beleuchten.

BMUB-Staatssekretär Gunther Adler: „Deutsche Unternehmen der Recycling- und Entsorgungswirtschaft, kommunale Betriebe und Hochschulen verfügen über ein umfassendes Wissen zur Entwicklung einer modernen Kreislaufwirtschaft. Dieses Know-how können wir anbieten und teilen. Mit Capacity Building und Know-how-Transfer leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und schaffen gleichzeitig den Rahmen für die Erschließung weltweiter Absatzmärkte.“

Die wachsende Weltbevölkerung geht mit einer fortschreitenden Urbanisierung einher. Derzeit leben bereits rund 50 Prozent aller Menschen in Städten, in wenigen Jahrzehnten werden es 80 Prozent sein. Mega Cities, schnell wachsende Ballungsräume und völlig neu entstehende Großstädte in den Schwellen- und Entwicklungsländern stehen vor großen Herausforderungen insbesondere bei der Ver-und Entsorgung. In diesen Bebauungsstrukturen existieren allenfalls ansatzweise Konzepte und Techniken, um eine separate Erfassung und Sammlung von Wertstoffen auf einem angemessenen Niveau zu erreichen. Da in Deutschland keine vergleichbaren Mega Cities stehen, wurden auch von der deutschen Industrie und Dienstleistungswirtschaft bislang keine entsprechenden Lösungsansätze angeboten. Hier setzt die Konferenz an.

Im Rahmen der „Exportinitiative Umwelttechnologien“ vom BMUB gefördert, berichten in Berlin Referenten aus internationalen Mega Cities wie Hong Kong, Sao Paulo, Dubai, Singapur und New York über ihre Erfahrungen und Konzepte und diskutieren gemeinsam mit deutschen Unternehmensvertretern mögliche Lösungsansätze.

Die „Exportinitiative Umwelttechnologien“ unterstützt das Auslandsgeschäft der deutschen Umweltwirtschaft, indem sie den Aufbau von Umwelt-Infrastruktur fördert. Die Exportinitiative soll Wissen und Anwendung von Umwelt- und Klimaschutztechnologien und innovativer (grüner) Infrastruktur in Zielländern verbreiten und stärken. Die Förderinitiative kommt gleichzeitig insbesondere kleinen und mittelständischen Betrieben, die Unterstützungsbedarf bei der Internationalisierung ihres „grünen“ Leistungsspektrums haben, zugute. Mit dem Wachsen der weltweiten Nachfrage nach Umwelt-, Klimaschutz- und Effizienztechnologien eröffnen sich für deutsche Unternehmen im internationalen Markt große Chancen.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit