Holzpellets: 400.000 Pelletfeuerungen in Deutschland installiert

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Holzpellets (Foto: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI))

Berlin/Drebach — In Drebach im Erzgebirgskreis ist die 400.000ste Pelletfeuerung in Deutschland in Betrieb gegangen. Zum Jubiläum weist der Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands e.V. (DEPV) Martin Bentele auf das hohe CO2-Einsparpotenzial moderner Holzfeuerungen und die gesicherte Verfügbarkeit von Holzpellets in Deutschland hin, die einen weiteren Ausbau ermöglichen.

„Beim DEPV hätten wir dieses Jubiläum gerne schon drei Jahre früher begangen“, betont Martin Bentele. Die Flaute am Heizungsmarkt habe jedoch auch die Pelletbranche ereilt. Dabei können Pelletfeuerungen wesentlich zur Energiewende am Wärmemarkt beitragen. „Fakt ist“, so Bentele, „dass mit modernen Holzheizungen und automatischen Öfen auf sehr wirtschaftliche Art und Weise große Mengen CO2 eingespart werden können – bei gleichzeitig hervorragendem Emissionsverhalten. In diesem Jahr werden die bundesweit betriebenen Pelletfeuerungen rund 3 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Mit der sicheren Verfügbarkeit von Holzpellets aus heimischer Produktion könnten sogar deutlich mehr Anlagen betrieben werden.“

Mit rund zwei Mio. Tonnen Produktion im Jahr (3,2 Mio. Tonnen Kapazität) stellt Deutschland heute europaweit die meisten Pellets her. Hierfür werden zu 90 Prozent im Sägewerk anfallende Holzspäne und Sägemehl verwendet. Nichtsägefähige Rundhölzer (zu dünn, zu dick zum Einsägen) werden zu etwa 10 Prozent genutzt. Von beiden Sortimenten sind in Deutschland jährlich bis zu 23,5 Mio. Tonnen verfügbar. Seit Jahren produziert Deutschland mehr Pellets als im Land verbraucht werden; die Handelsstatistik weist regelmäßig einen Exportüberschuss aus.

Pelletfeuerungen kommen nicht nur bei der Sanierung zum Einsatz, auch im Neubau und für die gewerbliche Nutzung sind sie geeignet. Das zeigt auch die Vielfalt der weiteren Preisträger um die 400.000ste Anlage. Unter den derzeit installierten Feuerungen sind rund 250.500 Pelletheizungen mit einer Leistung bis 50 Kilowatt, etwa 12.000 Anlagen mit einer größeren Leistung und rund 137.500 Pelletkaminöfen.

Die Rahmenbedingungen für den Heizungstausch hin zur Pelletfeuerung sind in Deutschland sehr gut. Über das bundesweit angebotene Marktanreizprogramm (MAP) können 20 bis 30 Prozent der Investitionskosten direkt erstattet werden. „Der Bürger weiß allerdings im seltensten Falle von den staatlichen Wohltaten“, bemängelt Bentele. Hier seien engagierte SHK-Betriebe gefragt, die Verbraucher beim Heizungstausch hin zu Erneuerbarer Wärme beraten können. Speziell qualifizierte Betriebe findet man unter pelletfachbetrieb.de bzw. fachstudio-pelletkaminofen.de. Bentele kündigt an, die Qualifizierung des Fachhandwerks als kompetenter Ansprechpartner weiterhin mit Schulungsprogrammen zu stärken.

Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV)