Recylex: Umsatz-Rückgang hauptsächlich aufgrund rückläufiger Bleiproduktion

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Die Recylex Gruppe hat ihre Umsatzzahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2016 sowie für das dritte Quartal 2016 vorgelegt. Der Umsatz dzum 30. September 2016 beläuft sich auf 265,0 Millionen Euro und liegt damit 10 Prozent unter dem Umsatzausweis für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015. Im dritten Quartal 2016 wurde ein Umsatz von 97,2 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht einem leichten Anstieg von einem Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2015.

Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe, bilanzierte: „In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 konnte die Gruppe trotz der geringen Verfügbarkeit von Recyclingmaterial eine solide Wirtschaftsleistung ausweisen, was vor allem dem stetigen Einsatz der Teams in Frankreich und Deutschland zu verdanken ist. In diesem Rahmen hat Recylex ihre selektive Beschaffungspolitik im Geschäftsbereich Blei weitergeführt. Der Konzernumsatz verzeichnet einen Rückgang, hauptsächlich aufgrund der rückläufigen Bleiproduktion und der Auswirkungen der Metallpreise, die ihr Niveau vom ersten Halbjahr 2015 noch nicht wieder erreicht haben. Im Weiteren arbeitet Recylex nach wie vor daran, die aufschiebenden Bedingungen des Finanzierungsprojekts der Gruppe aufzuheben und hat sich zum Ziel gesetzt, dieses bis Ende 2016 abzuschließen.“

Geschäftsbereich Blei

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 entfielen 72 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Blei. Der Umsatz belief sich zum 30. September 2016 auf 189,5 Millionen Euro; dies entspricht einem Rückgang von 11 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten von 2015. Trotz der günstigen Vergleichsbasis aufgrund des im ersten Halbjahr 2015 durchgeführten Wartungsstillstands resultierte ein Umsatzrückgang, der hauptsächlich auf die Abschwächung der Produktion in Zusammenhang mit der veränderten Zusammensetzung des beschafften Materials zurückzuführen ist. Um die geringere Verfügbarkeit von Recyclingmaterial zu kompensieren, verarbeitete die Gruppe im Rahmen ihres Subunternehmervertrags mehr Bleikonzentrate (die weniger Blei enthalten als die Sekundärrohstoffe aus Altbatterien).

Geschäftsbereich Zink

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 entfielen 20 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Zink. In diesem Zeitraum wurde ein Umsatz von 52,3 Millionen Euro erzielt, was einem leichten Rückgang von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Der mit dem Recycling von Staub aus Elektrostahlwerken erzielte Umsatz zum 30. September 2016 hat gegenüber dem 30. September 2015 leicht zugenommen. Dieser Bereich profitierte von der Verbesserung der verarbeiteten Volumen aufgrund einer günstigen Vergleichsbasis (kein Wartungsstillstand von Harz-Metall im Geschäftsjahr 2016, gegenüber einem Wartungsstillstand im Geschäftsjahr 2015). Die Gesamtproduktion von Wälzoxyden der Gruppe (einschließlich 100 Prozent der Recytech SA) belief sich auf 53.555 Tonnen zum 30. September 2016 gegenüber 49.963 Tonnen für den gleichen Zeitraum im Geschäftsjahr 2015.

Im Gegensatz dazu wurde beim Recycling von Altzink zum 30. September 2016 ein Umsatzrückgang gegenüber dem 30. September 2015 verzeichnet, da die Entwicklung durch eine Verschlechterung der Geschäftsbedingungen im Zusammenhang mit den rückläufigen Zinkpreisen gegenüber den neun ersten Monaten von 2015 beeinträchtigt wurde. Die Produktion von Zinkoxiden der deutschen Tochtergesellschaft Norzinco GmbH belief sich zum 30. September 2016 auf 17 889 Tonnen gegenüber 16 914 Tonnen ein Jahr zuvor, was einem Anstieg von 6 Prozent entspricht.

Geschäftsbereich Spezialmetalle

Im Geschäftsjahr 2016 entfielen 4 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Spezialmetalle. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 erzielte PPM Pure Metals GmbH einen Umsatz von 11,7 Millionen Euro. Dies entspricht gegenüber Ende September 2015 einem Rückgang von 26 Prozent. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die rückläufigen Verkaufsvolumen und Verkaufspreise von Germanium in einem von einer schwachen weltweiten Nachfrage geprägten Umfeld zurückzuführen, sowie auf den Rückgang der Verkäufe von Gallium; in diesem Bereich wird das Recycling durch den Preiseinbruch im Vergleich zu neuen Rohstoffen weniger wettbewerbsfähig.

Geschäftsbereich Kunststoff

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 entfielen 4 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Kunststoff. Der Umsatz belief sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf 11,5 Millionen Euro; dies entspricht einem Rückgang von 12 Prozent gegenüber dem Stand zum 30. September 2015.

Vor dem Hintergrund der geringeren Wettbewerbsfähigkeit der rezyklierten Materialien gegenüber neuem Polypropylen aufgrund der tiefen Erdölpreise führte C2P in Frankreich ihre Diversifikationsstrategie des Geschäftsportfolios und der Positionierung in einem höheren Marktsegment fort, was ihr ermöglicht, den Rückgang der verkauften Volumen zu begrenzen und die Verkaufspreise relativ hoch zu halten. Im Gegensatz dazu verzeichnete C2P in Deutschland einen Rückgang der Verkaufsvolumen und der Verkaufspreise in einem weniger dynamischen Marktumfeld. Zum 30. September 2016 belief sich die Produktion von rezykliertem Polypropylen auf insgesamt 10 880 Tonnen; dies entspricht einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten von 2015.

Quelle: Recylex Gruppe