Kongress „Abfall- und Ressourcen-Wirtschaft“ 2014 kürte Nachwuchskräfte

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Nachwuchspreisträger und Juroren Wissenschaftskongress „Abfall- und Ressourcenwirtschaft" 2014 (Foto: DGAW)

Berlin — Den nunmehr vierten Wissenschaftskongress „Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW) am 27. und 28. März 2014  an der Fachhochschule Münster. Wissenschaftliche Nachwuchskräfte aus allen Bereichen der Abfall- und Kreislaufwirtschaft fanden in diesem Jahr unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme in Münster zusammen. Viele Teilnehmer besuchten bereits zum wiederholten Mal die Veranstaltung, die sehr gute Möglichkeiten bietet, um den Kontakt zwischen wissenschaftlichen Nachwuchskräften, Professoren und Vertretern aus der Wirtschaft zu intensivieren.

Der Eingangsvortrag von Nils Möllmann vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) zum Thema „Müllkippe Meer – Fakten, Folgen, Lösungen“ weckte bei den Anwesenden großes Interesse. Die DGAW wird dieses wichtige Thema weiter verfolgen und dieses im Rahmen eines Fachkolloquiums zum Thema „Plastikabfälle in deutschen Gewässern“ am 27. Juni in Berlin behandeln.

Das breit gefächerte Themenspektrum des vierten Wissenschaftskongresses kam bei den knapp 100 Teilnehmern gut an, was sich insbesondere in den geführten Diskussionen widerspiegelte. Im Rahmen des Kongresses vergab Prof. Dr.-Ing. Gerhard Rettenberger, langjähriges Vorstandsmitglied der DGAW und Mitinitiator der Veranstaltung, drei Stipendien, die dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren entrichtet werden konnten. Eine Förderung erhielten in diesem Jahr Michael Rutz (FH Nordhausen), Tarek Elzamel (TU Darmstadt) und Oliver Schwab (TU Wien). Allen drei Stipendiaten soll durch diese Auszeichnung der Besuch von Kongressen bzw. einer Summer School ermöglicht werden.

Den Preis für das beste Poster in Höhe von 500 Euro erhielt Sebastian Kaufeld vom Institut für Aufbereitung und Recycling der RWTH Aachen, der den Einfluss von Prozessparametern auf die Trennung von Stoffgemischen untersucht. Ziel seiner Arbeit ist der Aufbau eines Versuchsstandes, mit dem das Verweilzeitverhalten definierter Einzelkornfraktionen im Kollektiv beim Siebklassiervorgang kontinuierlich erfasst werden kann.

Auszeichnungen in der Kategorie Poster erhielten weiterhin Julia Geiping (FH Münster) für ihre Forschung zum Thema „Rückgewinnung kritischer Metalle aus Elektro- und Elektronikaltgeräten im mechanischen Aufbereitungsprozess – Status-Quo-Ermittlung durch Anlagenbilanzierung/Stoffflussanalysen“ und Verena Trinkel (TU Wien) für ihre Ausführungen zum Thema „Challenges in material flow accounting – Case study iron production process“.

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis für den besten Vortrag ging in diesem Jahr an die Universität Duisburg-Essen. Die Jury vergab den Wissenschaftspreis „Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ in der Kategorie Vortrag an Jan Möller, der Ansätze für eine großtechnische Umsetzung eines biologischen Laugungsverfahrens zur Rückgewinnung von Schwermetallen aus Elektro- und Elektronikschrott untersucht. Ausgezeichnet wurden weiterhin Marlies Hrad (BOKU Wien), für ihren Vortrag „Innovatives Monitoringtool zur Emissionsbewertung von biologischen Abfallbehandlungsanlagen und Deponien“ und Peter Krämer (FH Münster) für seine Arbeit zum Thema „Nahinfrarotgestützte Echtzeitanalytik für Ersatzbrennstoffe – Entwicklung von Regressions-modellen zur Bestimmung stoffgruppenspezifischer Massen“.

Auch im nächsten Jahr wird diese Veranstaltung erneut Nachwuchskräften die Möglichkeit geben, ihre aktuellen Forschungs- und Promotionsarbeiten im Rahmen des zweitägigen Kongresses dem Fachpublikum zu präsentieren.

Der 5. Wissenschaftskongress „Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ soll an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Anke Bockreis am 19. und 20. März 2015 stattfinden.

Quelle: Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW)