CSR-Richtlinie: Anhörung zu neuen Berichtspflichten für Großunternehmen

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Bundestag (Foto: ©lillysmum /http://www.pixelio.de)

Berlin — Großunternehmen sollen nicht nur regelmäßig über ihre Finanzdaten Auskunft geben, sondern auch über ihren Umgang mit der Umwelt, mit Arbeitnehmern, mit Menschenrechten und manchem mehr berichten. Das sieht die sogenannte CSR-Richtlinie der EU (Corporate Social Responsibility), die mit einem von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf (18/9982) in nationales Recht umgesetzt werden soll. Der Gesetzentwurf und ein Antrag der Grünen waren gestern Gegenstand einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz.

Die Angaben sollen interessierten Bürgern bei der Entscheidung helfen, ob sie in dieses Unternehmen investieren, mit ihm Geschäfte machen oder seine Produkte kaufen oder nutzen wollen. Der Bundestag hat den Gesetzentwurf „zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten“ am 20. Oktober in erster Lesung beraten. Die EU verlangt die Umsetzung der Richtlinie bis zum 6. Dezember.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schreib in ihrem Antrag (18/10030), die Regierung habe „die Chance vertan, Transparenz über nachhaltiges Unternehmenshandeln zu einem wesentlichen Kriterium der Unternehmensführung zu machen“ und bleibe „sogar noch hinter der angekündigten 1:1-Umsetzung“ der EU-Richtlinie zurück.

Quelle: Deutscher Bundestag