Hans Roth Umweltpreis 2016 für neue Impulse für Abfall- und Recyclingwirtschaft

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Verleihung der Hans Roth Umweltpreise 2016 (v.l.): Bundesminister A. Rupprechter, O. Zoboli, A. Arnberger, S. Nusselder, I. Gruber, H. Roth, H. Roth junior (Quelle: BMLFUW)

Feldkirchen bei Graz — Bundesminister Andrä Rupprechter hat in Wien vier NachwuchswissenschaftlerInnen mit dem „Hans Roth Umweltpreis“ ausgezeichnet. Recyclingkonzepte für Lithium-Ionen-Batterien bis zur Entsorgung chromhaltiger Siedlungsabfälle am Beispiel Lederschuhe oder Nährstoffmanagement in der Lebensmittelindustrie: Das breite Themenspektrum der Arbeiten zeigt, wie facettenreich nachhaltiges Wirtschaften ist.

Bereits 2003 ins Leben gerufen

Der Hans Roth Umweltpreis wird an vier österreichischen Universitäten (Montanuniversität Leoben, Karl Franzens-Universität Graz, Technische Universität Wien, Universität für Bodenkultur Wien) ausgeschrieben. Die PreisträgerInnen werden von einer unabhängigen Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kammern und Ministerium ermittelt. Um einen fruchtbaren Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Technik und Umweltschutz zu fördern, wurde der Hans Roth Saubermacher Umweltpreis bereits 2003 ins Leben gerufen und wird an NachwuchswissenschaftlerInnen für besonders herausragende Diplomarbeiten bzw. Dissertationen mit einem Konnex zu Umweltschutz und Abfallwirtschaft vergeben.

Besonderer Wert wird auf konkrete Vorschläge und Methoden sowie Originalität und Praktikabilität für die Umsetzung und deren ökonomischen Nutzen im Alltag gelegt. Der Hauptpreis „Hans Roth Umweltpreis Österreich“ ist mit 3.500 Euro dotiert, die Gewinner der drei anderen Partner-Universitäten erhalten je 1.500 Euro.

Hohe Praxisrelevanz

Gewinnerin des Hans Roth Umweltpreises für Österreich ist Dr. Astrid Arnberger, Montanuniversität Leoben, mit der Dissertation „Entwicklung eines ganzheitlichen Recyclingkonzeptes für Traktionsbatterien basierend auf Lithium-Ionen-Batterien“, die mit hoher Detailtiefe den Entsorgungsweg für Lithium-Ionen-Batterien gesamtheitlich, dh vom brandschutztechnisch sicheren Transport bis zur potentiellen Verwertung der Rohstoffe, betrachtet.

Iris Gruber wurde für ihre Masterarbeit zur „Entsorgung chromhaltiger Siedlungsabfälle in Österreich – am Beispiel Lederschuhe“ mit dem Hans Roth Umweltpreises BOKU Wien ausgezeichnet.

Zur Gewinnerin des Hans Roth Umweltpreis TU-Wien wurde Dr. Ottavia Zoboli mit ihrer Dissertation „Novel approaches to enhance regional nutrients management and monitoring applied to the Austrian phosphorus case study“ erklärt.

Den Hans Roth Umweltpreis Karl-Franzens-Universität Graz erhielt Sanne Nusselder für ihre Masterarbeit über „A certification system for sustainable copper production“.

„Die Förderung von Nachwuchskräften im Bereich nachhaltiger Entsorgungswirtschaft ist mir ein sehr wichtiges Anliegen“, betonte Preis-Stifter und Saubermacher-Eigentümer Hans Roth an. „Ich bin sehr stolz, dass wir auch dieses Jahr wieder hoch-innovative Arbeiten auszeichnen konnten. Die Erkenntnisse aus den Forschungsarbeiten liefern wertvolle Impulse für Unternehmen, nicht zuletzt auch für Saubermacher.“

Quelle: Saubermacher Dienstleistungs AG