IKB: Produktion von Stahl, Primäraluminium und Kupfer gestiegen

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Stahlproduktion im Hüttenwerk (Foto: Kroll/Recyclingportal)

Düsseldorf — Die deutsche Stahlproduktion stieg bis Ende Februar 2014 um über 3 Prozent. Gleichzeitig wuchs bis Ende Februar 2014 die globale Primäraluminiumproduktion um über 2 Prozent. Und nach vorläufigen Berechnungen ist 2013 trotz einer Erhöhung der Kupferminenproduktion und der Raffinadeerzeugung noch ein Angebotsdefizit von 193.000 t entstanden. Diese Entwicklung meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Die deutsche Stahlproduktion dürfte im Gesamtjahr um 4 Prozent zulegen und die globale Stahlerzeugung auf bis zu 1,7 Mrd. Tonnen anziehen. Verbesserte Absatzbedingungen der Abnehmerindustrien stützen die Nachfrage. Bei Schrott wird im zweiten Quartal ein Anziehen um 5 Prozent erwartet. Die Erzpreise wiesen im Zuge der Krim-Krise Mitte März eine Delle auf, erholten sich aber wieder. Während die Weltstahlpreise kein klares Bild zeigten (+/-1 Prozent), zogen in Europa Flachprodukte an (+0,5 Prozent), baunahe Produkte gaben nach. In der Tendenz ist für europäische Flachprodukte im zweiten Quartal ein weiterer Preisanstieg von bis zu 3 Prozent, bei Langprodukten um +2 Prozent zu erwarten.

Während China und die Golfregion in der Primäraluminiumproduktion kräftig zulegten, stagnierte die Erzeugung in Westeuropa; diejenige in den übrigen Regionen sank dagegen. 2014 dürfte ein Anstieg auf gut 49 Mio. Tonnen erfolgen. Die Lagerbestände an der LME und SHFE blieben zwar stabil, ihr Niveau begrenzt jedoch das Preisanstiegspotenzial. Zuletzt hat sich die investive Nachfrage um rund 50 Prozent vermindert. Die IKB sieht im Verlauf des zweiten Quartals einen leichten Aufwärtstrend für Primär- wie auch Sekundäraluminiumpreise. In der Tendenz dürfte eine Bewegung im zweiten Quartal 2014 um die 1.800 US-$/t in einem Band von 200 US-$ erfolgen.

An der LME und der SHFE liegen die Lagerbestände für Kupfer erheblich niedriger als 193.000 Tonnen; diejenigen an der Comex unterschreiten 20.000 Tonnen. Für 2014 erwartet die IKB einen Nachfrageanstieg von rund   3,5 Prozent, eventuell auch einen kleinen Angebotsüberschuss. Dies begrenzt das Preisanstiegspotenzial. In China hat die Begrenzung der Kreditfinanzierung über Kupfer zu einem kräftigen Preisverfall geführt. Die investive Nachfrage hat zuletzt leicht zugenommen: Im März 2014 stieg die Anzahl der Handelskontrakte um über 8 Prozent. In der Tendenz sieht die IKB in den nächsten drei Monaten eine Bewegung des Kupferpreises um die 6.900 US-$/t in einem Band von 300 US-$.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank