Politik und Kunststoffwirtschaft im Dialog: Potenzial hochwertiger Rezyklate nutzen

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Quelle: kunststoffland NRW e.V.

Düsseldorf — Als Mittler zwischen Industrie und Politik begrüßte der Verein kunststoffland NRW hochkarätige Vertreter des NRW-Landtags auf der Weltleitmesse K 2016 in Düsseldorf. Über Partei- bzw. Fraktionsgrenzen hinweg zeigten sich die Landtagsabgeordneten – vorwiegend Mitglieder der ehemaligen Enquete-Kommission „Zukunft der Chemischen Industrie“ – von der Innovationskraft des Werkstoffs Kunststoff beeindruckt.

„Düsseldorf ist nicht zufällig der Nabel der Welt in Sachen Kunststoff, denn in NRW findet sich das Who is who der gesamten Branche – von den großen Kunststofferzeugern bis hin zum mittelständischen Kunststoffverarbeiter,“ so beschreibt MdL Hans-Christian Markert (Bündnis 90/Die Grünen), ehem. Kommissionsvorsitzender, die starke Ausgangsposition des bevölkerungsreichsten Bundeslandes und ergänzt: „Deshalb sehe ich gerade bei uns enorme Chancen für echtes nachhaltiges Wirtschaften.“

Beispiele aus der Praxis präsentierte der Verein den Abgeordneten beim Messerundgang: Leichtbau im Automobil zeigte Covestro anhand eines Lifestyle-Elektroautos mit einer „Wrap-around“-Verscheibung aus transparentem Polycarbonat für eine bessere Rundumsicht. Unter dem Motto „Create the exceptional“ stellte Evonik Exponate vor, die die Anwendung von Kunststoffen, Additiven und Polymeren verdeutlichen. Die Entwicklung spezieller Kunststoffmaterialien, die die industrielle Fertigung von Hightech-Bauteilen im 3D-Druck ermöglichen, stand ebenfalls im Fokus.

Bei Lanxess besichtigten die Vertreter des NRW-Landtags die neuesten Material- entwicklungen, Verfahren und Technologien für die Verarbeitung von Hightech- Kunststoffen und Hochleistungsadditiven. Umweltschonende Leichtbaulösungen für die Automobilindustrie, dargestellt anhand eines Ölwannenmoduls aus dem Hochleistungskunststoff für den Porsche 911 Carrera oder auch ein Vollkunststoff- Bremspedal für den Porsche Panamera NF, standen beispielhaft für neue Produktentwicklungen und Technologien.

Auf hervorragende ökonomische und ökologische Perspektiven machte das Unternehmen Der grüne Punkt die Vertreter der Politik aufmerksam. Es müsse jetzt darum gehen, das enorme Marktpotenzial hochwertiger Rezyklate zu nutzen und damit zugleich den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft zu schaffen, forderte Dr. Markus Helftewes, Geschäftsführer Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH. Dieses wichtige Thema greift der Verein kunststoffland NRW gerne auf, damit die starke Wertschöpfungskette auch am Standort NRW zum Vorreiter wird.

Quelle: kunststoffland NRW e.V.