Metallverarbeitung: Neue Stangen-Schälmaschine spart Rohstoffe und Energie

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Die dabei anfallenden Späne werden sortenrein gesammelt (rechts im Bild) und recycelt (Foto: Schmelzmetall Deutschland GmbH)

Dessau-Roßlau — Mit einer neuen, vom Umweltinnovationsprogramm geförderten Maschine konnte in einer metallverarbeitenden Firma gezeigt werden, dass sich auch geschmiedete Rundstangen aus hochwertigen Sonderlegierungen mit Durchmessern von weniger als 3,5 Zentimetern ressourcen- und energieeffizient herstellen lassen. Die bei der Produktion anfallenden Späne werden sortenrein gesammelt und recycelt.

Mit der neuen Schälmaschine der Schmelzmetall Deutschland GmbH im bayerischen Steinfeld-Hausen konnten Rohstoff- und Energieaufwand erheblich gesenkt werden. Der kumulierte Rohstoffaufwand sank um 24 Prozent, der kumulierte Energieaufwand um 41 Prozent.

Früher mussten die Stangen einzeln aus großen Metallbolzen geschmiedet werden, was viel Energie kostete. Wurden die Stangen anschließend auf ihren präzisen Durchmesser gebracht, ging viel wertvolles Material als Abfall verloren. Dank der neuen Schälmaschine braucht nur noch eine dünne Platte geschmiedet zu werden. Die daraus gesägten Vierkantstangen haben bereits fast die korrekten Abmaße und werden in der neuen Schälmaschine auf den exakten, runden Durchmesser gebracht. Durch eine moderne Luft-Trockenkühlung werden die Metallspäne nicht mehr mit Kühlschmiermittel kontaminiert und können – sortenrein getrennt – recycelt werden.

Die fertigen, individuell nach Kundenwunsch gefertigten Rundstangen finden unter anderem im Maschinenbau Anwendung, etwa als korrosionsbeständige Fertigteile für Hochsee-Windparks.

Die innovative Schälmaschine könnte auch in anderen Betrieben der metallverarbeitenden Industrie Energie, Rohstoffe und Treibhausgase einsparen, besonders in Betrieben, die Sonderlegierungen verarbeiten.

Quelle: Umweltbundesamt