Roll-Packer Mobil Jumbo: Abfall in Containern verdichten drückt die Kosten

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Roll-Packer Mobil Jumbo (Foto: Kroll/Recyclingportal)

Ratingen — Kosteneinsparung durch Abfall-Verdichtung in offenen Container – darüber informierte der „Praxistag Ruhrgebiet“ der Bergmann GmbH gestern im Duisburger Stadtteil Wanheimerort. Dieser Abfallevent, in dessen Zentrum die Vorführung des Roll-Packers Mobil Jumbo stand, verdeutlichte, wie effizient diese Verdichtungsmaschine Kosten bei Entsorgung und Recycling einspart – zum Nutzen angespannter kommunaler Haushalte und verbesserter Kalkulation auch von Betrieben der Entsorgungswirtschaft.

Die selbst fahrenden Verdichtungsmaschinen, die Gattung der Roll-Packer mit der Marke Mobil Jumbo begründend, basieren auf dem Know-how des Herstellers Bergmann aus Lathen im Emsland. Dessen Senior-Chef Heinz Bergmann ist bereits seit Anfang der 70er Jahre mit seinen Maschinen für die Abfallwirtschaft – unter anderem mit Müllpressen und stationären Roll-Packern – an der herausragenden Stellung deutscher Recyclingtechnologie beteiligt. Seit der ersten Generation des fahrbaren Roll-Packers Mobil Jumbo mit der systemprägenden Zackenwalze im Jahre 2000 haben die Folgemodelle die Verdichtung von Abfall in offenen Containern ständig weiter optimiert.

Durch Eigengewicht und Rollbewegung

Mit der jetzt in Duisburg vorgestellten, sechsten Generation des Baujahrs 2014 wird die führende Stellung des Herstellers Bergmann in dieser Verdichtungsmethode mit vielen neuen Facetten unter Beweis gestellt.

Es war faszinierend zu beobachten, wie der Roll-Packer von der Schmalseite her an den Container heranfährt. Um dann mit der Zackenwalze am Ende des geknickten Auslegers – durch deren Eigengewicht und durch die Rollbewegung des in der Walze vorhandenen, inneren Antriebs – über den Abfall hin und her zu fahren.

Unterschiedliche Abfälle von Restmüll, Abbruchholz, Sperrgut bis hin zu Baum- und Grünschnitt wurden so in Duisburg in den Containern zerrissen, zerkleinert und so verdichtet, dass die Behälter jetzt das Vier- bis Fünffache des früheren Volumens fassen konnten; Luft macht einen großen Anteil im Laderaum aus.

Bis zu 60 Prozent Reduktion

Die Entsorgungsfahrten der gefüllten Container werden so um bis zu 60 Prozent reduziert, was erhebliche Einsparungen an Personal, Material-, Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Emissionen ergibt, wie Beispielsrechnungen erläutern.

Das aktuelle Modell ist mit einem leistungsgesteigerten Dieselmotor ausgerüstet, der sogar Container mit einem Gewicht von 12 Tonnen rangieren lässt. Dies geschieht mit dem neuen, schwenkbaren Aufnahmehaken, der mit seinem Nadelgelenk jetzt auch seitlich eingreifen kann und selbst bei vertieften Containerösen zuverlässig greift. Als Vorteil ergibt sich so eine engere Kurvenfahrt, was das Rangieren auf kleinem Raum vereinfacht. Das Rangieren geht jetzt zudem mit geringerer Geräuschkulisse einher, puffern doch dicke Gummielemente als Rammschutz den Kontakt zwischen Roll-Packer und Container ab.

Kostensituation beeinflussen

Zudem sind die Roll-Packer jetzt mit Profilreifen ausgerüstet, was den Grip im Winter bei Eis und Schnee verbessert. Wer zu dieser Zeit in der  geschlossenen Fahrerkabine sitzt, wird sich auch über die standardmäßige Kabinenheizung freuen. Ebenso schätzt er die stabile Rohrkonstruktion vor der Kabine, die als Sicherungsgitter für einen verbesserten Insassenschutz sorgt.

Bergmann-Vertriebsleiter Hans-Hermann Konen ist überzeugt: „Der  Roll-Packer Mobil Jumbo von Bergmann hat durchaus das Zeug, auch die Kostensituation bei Entsorgung und Recycling im Ruhrgebiet positiv zu beeinflussen“.

Bergmann stellt auf der IFAT, München, vom 5. bis 9. Mai 2014 in Halle B2, Stand 104 aus.

Quelle: Heinz Bergmann e.Kfm. / Bucher Communications