VBS begrüßt die neuen Leitlinien zur Entsorgung von HBCD-Dämmstoffen

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München — Aus Sicht des Verbandes der Bayerischen Entsorgungsunternehmen e.V. (VBS) sind die vom Landesamt für Umwelt (LfU) gestern veröffentlichten Maßnahmen geeignet, für eine kurzfristige Entspannung der kritischen Lage bei der Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen zu sorgen. Allerdings stellt dies keine dauerhaft tragbare Lösung für die zuletzt schwierige Entsorgungssituation in Bayern dar.

VBS-Präsident Otto Heinz sagt dazu: „Wir begrüßen, dass das LfU die von uns gemeinsam mit der vbw Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und weiteren betroffenen Verbänden erarbeiteten Vorschläge in weiten Teilen aufgegriffen hat. Dies kann allerdings nur eine Behelfslösung darstellen; notwendig ist es aus unserer Sicht, dem Vorschlag des Bundesumweltministeriums zu folgen und im Bundesrat eine Entschließung zur Änderung der Abfallverzeichnisverordnung zu verabschieden. Dann würden HBCD-haltige Abfälle weiterhin als nicht gefährlich eingestuft, wie beispielsweise in unserem Nachbarland Österreich praktiziert.“

Viele Müllverbrennungsanlagen auch in Bayern dürfen HBCD-haltiges Dämmmaterial seit dem 30.September 2016 wegen einer neuen Regelung nicht mehr annehmen, da diese Anlagen keine gefährlichen Abfälle verbrennen dürfen. Aufgrund der neuen Regelung blieben Entsorger und Baubetriebe in einigen Regionen Bayerns zuletzt auf den Dämmstoffabfällen sitzen. Dabei ist es unter Experten unstrittig, dass die energetische Verwertung in Müllverbrennungsanlagen der geeignetste Entsorgungsweg für HBCD-haltige Dämmstoffe ist. Eine entsprechende Studie an der MVA Würzburg ergab, dass die in den Dämmmaterialien enthaltenen HBCD bei der thermischen Behandlung vollständig zerstört werden.

Quelle: Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen e.V. Kreislaufwirtschaft und Städtereinigung