Russland will Abfallwirtschaft vor allem durch private Investitionen ankurbeln

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Russlandflagge (Foto: ©Andreas Hermsdorf /http://www.pixelio.de)

Moskau — Russland hat 2017 zum „Jahr der Ökologie“ erklärt. In diesem Zusammenhang sind ab 1.1.17 Produzenten und Importeure für das Recycling von Waren und Verpackungen nach Gebrauch verantwortlich, wenn diese „nützliche Komponenten“ enthalten. Welche das sind und wie hoch die Strafen für Nicht-Recycling sein werden, soll noch in einer Regierungsverordnung festgelegt werden. Ab 2017 ist gemäß der Novelle des Gesetzes „Über Produktions- und Verbrauchsabfälle“ das bloße Wegwerfen oder Verbrennen der meisten Abfälle in Russland verboten, meldet Germany Trade & Invest.

Künftig sollen die festen Haushaltsabfälle eingesammelt, sortiert und verarbeitet werden. Umweltminister Sergej Donskoj beziffert die nötigen Investitionen in die Müllverarbeitung auf 150 Mrd. Rubel. Faktisch stünden allerdings nur 8 Mrd. Rubel zur Verfügung, so der Minister. Den Löwenanteil an Investitionen in die Müllverarbeitung erwartet Minister Donskoj deshalb von der Privatwirtschaft. Doch an der Finanzierung und Rentabilität solcher Projekte hapert es.

Zurzeit werden in Russland lediglich 52 Prozent der jährlich anfallenden 5 Mrd. Tonnen Abfälle wiederverwertet, kritisiert der russische Föderationsrat. Das Land recycelt nur ein Drittel aller Papierabfälle und ein Zehntel des Gummis. Einen Lichtblick gibt es beim Recycling von Bauschutt, das in Sankt Petersburg und im Gebiet Leningrad in den letzten zwei Jahren von 500.000 auf 1,5 Mio. Kubikmeter pro Jahr stieg.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest.